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Turn-Team-Deutschland

WM in Doha: Lukas Dauser mit Barren-Pech

03.11.2018 17:09

Lukas Dauser hatte in einem hart umkämpften Barrenfinale am letzten Tag der Turn-WM in Doha kein Glück.

Lukas Dauser | Foto: Picture Alliance
Lukas Dauser | Foto: Picture Alliance

Der 25-Jährige musste am Samstag (03.11.2018) einen Fehler in seiner Übung hinnehmen und landete auf dem hinteren Rang. Der Sieg ging schlussendlich an den Chinesen Zou Jingyuan. „Es ist sehr schade, dass dieser Fehler jetzt hier im Finale passiert ist, aber ich kann es nicht mehr ändern. Die Übung lief zunächst sehr gut, aber dann ist es beim Makuts passiert. Es ärgert mich und natürlich bin ich enttäuscht“, sagte Dauser, der in Doha sein erstes WM-Finale am Barren turnte und wegen einer schweren Knieverletzung ein komplettes Jahr pausieren musste.

Es war das erwartet hochklassige Finale am Barren mit extremen Spezialisten. Der US-Amerikaner Sam Mikulak legte zum Auftakt mit 15,233 Punkten die Latte richtig hoch. Doch dieser Wert hielt nicht sonderlich lange. Der Ukrainer Oleg Verniaiev turnte eine Hammer-Übung und schoss mit 15,591 Zählern nach vorne. Doch das war noch nicht alles. Es folgte der favorisierte Chinese Zou Jingyuan, der mit einem Schwierigkeitswert von 7,0 turnte und unter dem Jubel der Zuschauer schier unglaubliche 16,433 Punkte erzielte. Lukas Dauser hatte die schwierige Aufgabe, direkt nach diesem Showdown ans Gerät zu gehen. Der Berliner turnte zunächst sauber und auf den Punkt los, hatte dann aber wie im Mehrkampffinale Probleme beim Makuts und knickte mit dem Arm ein. Damit waren alle Chancen auf eine vordere Platzierung in diesem Finale passé. 13,700 Punkte bedeuteten Platz acht.

Der Sprungwettbewerb der Männer war wie immer sehr spektakulär. Der Nordkoreaner Ri Se Gwang turnte am schwierigsten und sicherte sich mit 14,933 Zählern den Titel. In einem von Fehlern und Absteigern geprägten Balkenfinale machte hingegen die Achte des Vorkampfes Liu Tingting mit 14,533 Punkten das Rennen. Den Boden der Frauen gewann Superstar Simone Biles mit 14,933 Punkten. Am Reck siegte einmal mehr Epke Zonderland aus den Niederlanden (15,100 Pkt.).

DTB-Präsident Dr. Alfons Hölzl zog anschließend ein Fazit der Turn-WM in Doha aus deutscher Sicht und wagte bereits den Ausblick auf das kommende Jahr. „Wir haben mit der Medaille von Elisabeth Seitz einen tollen Erfolg feiern dürfen. Zudem haben wir das Teamfinale der Frauen erreicht sowie drei Mehrkampffinals und die beiden Einzelfinals von Eli und Lukas erreicht. Wir wollen bei der Heim-WM im kommenden Jahr in Stuttgart mit den Männern und Frauen die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Tokio schaffen. Wir wissen, dass dies nicht einfach wird und wir intensiv arbeiten müssen, um das zu schaffen“, so Hölzl.