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Sprossenwand - Magazin im DTB

 

Ilse Ridder-Melchers

geb. 1944, Deutscher Olympischer Sportbund

Das Amt gestalten, nicht verwalten.

Ilse Ridder-Melchers

Biografie

„Charmant und streitbar – überzeugend in der Gesellschaft“, so beschreibt Rainer Brechtken, Präsident des Deutschen Turner-Bundes (DTB), Ilse Ridder Melchers.

Aktivitäten

Ilse kam im Jahr 2000 als ehemalige Ministerin für Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen als Quereinsteigerin zum Deutschen Turner-Bund. Mit ihr begann eine neue frauen- und sportpolitische Dimension im DTB. Die übliche „Grußtantenrolle“ war mit ihr nicht zu machen. Sie will nicht ein Amt verwalten, sie will es gestalten. Als erste Vorsitzende des Ausschusses für Frauen im Sport im damaligen DSB erarbeitet sie ein frauenpolitisches Positionspapier, dass das eher appellative Frauenförderprogramm von 1989 ablöste. Gleichstellung ist ihr zentrales Thema, ihr politisches Oberthema aber ist die Gleichheit von Lebenschancen. Rainer Brechtken betont, dass Ilse sich nie auf ein Spezialgebiet zurückgezogen hat, sondern als Präsidiumsmitglied immer auch Gesamtverantwortung übernommen hat. Sie hat den Pluspunkt Ehrenamt mit auf den Weg gebracht. Für Migrantinnen im Sport eingesetzt, die Frauensporttage initiiert und 2008 die Verleihung des Gleichstellungpreises des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) eingeführt. Gemeinsam mit der Sprecherinnen-Gruppe des DOSB erarbeitet Ilse das Konzept der Führungstalente-Camps, das Mentoring Programm „Mit dem gemischten Doppel an die Spitze“, Fachforen zu gleichstellungspolitisch relevanten Themen und wendet sich gegen sexualisierte Gewalt gegen Frauen und im Sport. Ilse Ridder-Melchers hat den Frauen im Sport aufgezeigt, wohin der Weg gehen muss und stets vorgelebt, dass sie sich an den „drei K“ orientieren können: klug, kämpferische und kompromisslos zu sein, wenn es um Frauenrechte geht. Und bei allem ist die streitbare Ilse eine warmherzig-charmante Persönlichkeit, mit der die Zusammenarbeit immer Spaß macht.