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Rhönradturnen

Erste Weltmeister*innen im Cyr Wheel gekürt

27.05.2022 09:50

Jugendturner*innen turnten in Dänemark gutes Halbfinale, außerdem wurden die Cyr-Weltmeister*innen gekürt.

Foto: Katalin Breuer

Am gestrigen Vormittag zeigten die Juniorinnen im Halbfinale ihre Übungen und glänzten mit hohen Schwierigkeiten und guter Ausführung. Am Nachmittag präsentierten die Junioren ihr Können und die Weltmeisterschaft im Cyr Wheel wurde ausgetragen.

Bei den Juniorinnen turnte Leonie Straus ihre Gerade- und Spiralekür solide durch. Auch im ersten Sprung konnte sie mit einem sauberen Bücksalto punkten, der zweite Sprung war leider aufgrund von Schwierigkeiten im Aufbücken ungültig.

Mia Schmidt glänzte im Sprung im Strecksalto rückwärts mit ganzer Schraube und wird ihr Können als aktuelle Favoritin im Einzelfinale erneut unter Beweis stellen. Auch Gerade- und Spiralekür turnte sie sauber durch, zeigte jedoch noch eine geringere Schwierigkeit als ihre älteren Teammitglieder.
Ella Köhler zeigte mit einer sauberen Kür die Höchstwertung in der Spirale und auch die Geradekür turnte sie ordentlich durch, sodass sie beide Disziplinen im Einzelfinale erneut zeigen wird. Im Sprung konnte sie ihre hohen Erwartungen leider nicht erfüllen und verpasste das Sprung-Finale knapp.
Lea Gmeiner überzeugte mit einer nahezu fehlerfreien Geradekür und erturnte sich somit als Favoritin einen Platz im Einzelfinale. Auch im Sprung zeigte sie eine sehr gute Leistung. Bei ihrer ordentlich geturnten Spiralekür erlitt sie jedoch einen Sturz im Handstand und verpasste das Finale.
Emma Gerlitz sicherte sich mit sehr guten Leistungen im Sprung und in der Spirale die beste Platzierung im Mehrkampf sowie einen Platz in den jeweiligen Einzelfinals. In der Geradekür verlor sie aufgrund eines Rückrollers leider Punkte, zeigte jedoch großen Ehrgeiz und konnte die Kür mit ansonsten guter Ausführung abschließen.

Auch zwei männliche Teilnehmer traten in der Jugend an:
Jamal Kiel war besonders stolz auf seine gut durchgeturnte Geradekür. Auch im Sprung zeigte er sehr gute Leistungen. In der Spirale hatte er Schwierigkeiten und stürzte. Da er sich aber in allen drei Disziplinen für das Einzelfinale qualifiziert hat, bekommt eine zweite Chance, im Finale sein maximales Potenzial zu zeigen.
Bero Schröter zeigte in allen Disziplinen sehr sichere und saubere Übungen zugunsten geringerer Schwierigkeit. Seine gute Ausführung zahlte sich aus, auch er qualifizierte sich für alle Finals.   

Bei den Junior*innen qualifizierten sich für das Mehrkampffinale Emma, Lea, Ella, Mia, Jamal und Bero. Aufgrund einer Verletzung verzichtet Mia jedoch auf ihren Platz im Mehrkampffinale.

Zum krönenden Abschluss wurden die ersten Weltmeister*innen 2022 gekürt:
Im Cyr Wheel setzte sich Hauke Narten gegen seine Konkurrenz aus Japan und den USA durch und holte sich mit überzeugenden Übungen den Titel.

Das Feld bei den Damen wurde rein durch das deutsche Team dominiert: Alle fünf Turner*innen zeigten gute Leistungen im Technischen Programm. Die Platzierung entschied sich letztlich im freien Programm auf Musik:
Annika Witte belegte mit einer sehr gelungenen Interpretation ihrer Musik aufgrund eines Sturzes den 5. Platz.
Lucy Voß war mit Abstand die jüngste Teilnehmerin im Cyr Wheel und bewies starke Nerven: Bei ihrer ersten WM belegte sie den 4. Platz.
Timea Klaedtke passte mit ihrer Musikauswahl und Kostüm als Pippi Langstrumpf sehr gut in die skandinavische Umgebung und belegte trotz eines Sturzes einen guten 3. Platz.
Sandra Heidingsfelder ging ganz in ihrer Rolle und der Musikinterpretation auf und turnte ihre Übungen ohne Großabzüge durch, sodass sie Vize-Weltmeisterin wurde.
Larissa von Behren turnte bereits zum zweiten Mal WM und konnte mit sehr anspruchsvollen und gut ausgeführten Übungen überzeugen. Sie erturnte sich den Weltmeistertitel und begeisterte das Publikum.

Ein Bericht von Maiti Münchgesang (Turner*in Senior)