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Aerobicturnen

Densch, Engel und Müller verteidigen Titel im Einzel

30.06.2022 08:24

Erfolgreiche Deutsche Meisterschaften Aerobicturnen am 25. - 26. Juni 2022 in Rotenburg mit 17 Meistertiteln in den Kategorien Einzel weiblich und männlich, Duo, Trio, Team und Dance in allen Altersklassen.

DM Aerobicturnen 2022 | Deutsche Meisterin 18 + Charlotte Densch | Bildquelle: Maik Solf
DM Aerobicturnen 2022 | Deutsche Meisterin 18+ Charlotte Densch | Bildquelle: Maik Solf

Am 25./26. Juni 2022 wurden in der Sporthalle der Pestalozzischule in Rotenburg an der Wümme 17 Deutsche Meistertitel in den Kategorien Einzel weiblich und männlich, Duo, Trio, Team und Dance in allen Altersklassen vergeben. Außerdem wurde im Rahmen der Deutschen Meisterschaften und der Deutschen Jugendmeisterschaften ebenfalls das Bundesfinale Step, der Deutschland-Pokal und der Sparkassen Talente Cup ausgetragen.

Der Marathon startete am Samstag bei sonnigen Temperaturen in der durch den Ausrichter, TuS Rotenburg, schön dekorierten Wettkampfhalle mit der Qualifikation der Deutschen (Jugend-) Meisterschaft. Die Favoriten waren vor allem in den weiblichen Einzelkategorien Tabea Baumann (SC Berlin), Cosma Müller (SSV Ulm) und Charlotte Densch (Blau-Weiss Buchholz), die die Woche zuvor als beste Deutsche bei den (Jugend-) Weltmeisterschaften in Guimaraes/Portugal an den Start gingen. Sie wurden ihrer Favoritenrolle gerecht und setzen sich deutlich vor die Zweit- und Drittplatzierten.

Im Anschluss an die Qualifikation fand das Bundesfinale Step parallel zum Nachwuchswettkampf Sparkassen Talente Cup und dem Ländervergleich Deutschland-Pokal statt.

In der Kategorie Step gab es in diesem Jahr nur wenige Meldungen. Die TG Zellhausen gewann hier in beiden Altersklassen und war dem ATV Eisenberg überlegen.

Beim Sparkassen Talente Cup gingen die jüngsten Starterinnen (9-11 Jahre) auf die Wettkampffläche. Hier überzeugte der TV Jahn Zizenhausen mit seiner Nachwuchsarbeit, denn sie sicherten sich in drei von vier Kategorien den Siegerpokal. Nancy Dederer gewann hier gleich drei Mal - im Einzel, im Trio gemeinsam mit Evelin Schwindt und Lisann Forster und im Team zusammen mit Daria Adelina Radu, Evelin Schwindt, Malia Zimmerer und Tessa Hofmann. Nur in der Kategorie Duo ging der erste Platz an Leni Hunscheidt und Sophie Schönherr vom Blau-Weiss Buchholz.

Jenna Eggenstein, Beauftragte für Leistung- und Nachwuchsförderung im Technischen Komitee Aerobicturnen, zeigte sich zufrieden: “Ich freue mich darüber, dass in einigen Vereinen so gute Nachwuchsarbeit geleistet wird. Die Kids sind unsere Aerobic-Zukunft, denn wir verfolgen langfristig das Ziel einer World Games Qualifikation”.

Beim Deutschland-Pokal traten die Landesturnverbände gegeneinander an. Hier siegte das Team vom Niedersächsischen Turner-Bund vor dem Märkischen Turnerbund Brandenburg. Den ausschlaggebenden Punktunterschied gab es in der Kategorie Duo, denn dort konnten sich Mariella Wilzer und Svea Brammer mit fast einem Punkt an die Spitze setzen.

Am Sonntag stand dann das Finale der Deutschen (Jugend-) Meisterschaften in drei Altersklassen (Age Group 12-14 Jahre, Juniors 15-17 Jahre und Seniors 18+) an. Die Favoriten im Einzel verteidigten ihre ersten Plätze aus der Qualifikation ganz klar. Bei den Erwachsenen wurden Kim Trennepohl (SVC Münsterland) Zweite und Nadja Mack (SSV Ulm) Dritte. Zusammen mit der Siegerin Charlotte Densch (Blau-Weiss Buchholz) traten drei Eliteteam Sportlerinnen auf das Treppchen. Auch bei den Juniors reihten sich hinter Cosma Müller (SSV Ulm) zwei Eliteteam Sportlerinnen ein. Marieka Otto vom TK Hannover belegte den zweiten und Jana Kessler vom SSV Ulm den dritten Platz.

Bei den Männern verteidigte Paul Engel (TG Nieder-Ingelheim) seinen Titel klar vor Luis Borchardt vom SC Berlin. Auch in der Kategorie Duo lag er mit seiner Vereinskollegin Patricia Steinjan wie im letzten Jahr vorne. Mit Felicia Steinjan zusammen holten sie auch in der Kategorie Trio Gold.

Die Kategorien Team und Dance dominierte der ESV Lokomotive Riesa. Mit präsentationsstarken Auftritten überzeugten sie hier die Kampfrichter und Zuschauer.

Bei den Juniors konnte der TK Hannover gleich zwei Goldmedaillen gewinnen. Die Geschwister Anina und Marieka Otto siegten im Duo und zusammen mit Leonora Nixdorf im Trio. Das Team entschied der SSV Ulm für sich und verteidigte damit seinen Deutschen Jugendmeisterschaftstitel. Beim Dance wurde es noch einmal spannend. In der Qualifikation lag das Kooperationsteam vom ATZ Nord noch um 0,05 Punkten vor dem Team vom ATZ Ost. Im Finale schaffte das gemischte Team aus Ost vom Aerobic Stützpunkt Halle und ATV Eisenberg dann den Sprung nach ganz oben und gewann mit 0,22 Punkten vor dem Team aus Nord.

Eine Überraschung gab es in der Age Group. Emma Eggenstein vom Blau-Weiss Buchholz nahm als Jüngste erstmalig an einer Deutschen Jugendmeisterschaft teil und gewann neben dem zweiten Platz im Einzel, die Goldmedaille im Duo zusammen mit Maivi Fuchs. Im Trio konnte das heimische Team vom TuS Rotenburg mit Annika Gerla, Charlotte Müller und Sophia Enns gewinnen. Sophia Enns gewann sogar zusammen mit dem ATZ Nord zwei weitere Titel: Team und Dance. Für diese beiden Teams kamen Sporter:innen vom Blau-Weiss Buchholz, MTV Wolfenbüttel, TK Hannover, TuS Rotenburg und SC Berlin zusammen, um vor allem international mithalten zu können. Es war somit keine Überraschung, dass das WM-Team und das Dance Nord sich beide Deutschen Jugendmeistertitel sicherten.

In diesem Jahr wurde erstmalig die Dance Kategorie auch für 3-5er Teams (normalerweise 6-12er Teams) angeboten. Hier war es wieder das ATZ Ost, dass sich vor dem Blau-Weiss Buchholz und der TG Zellhausen durchsetzte.

Jonas Schwartze, TK Vorsitzender, schaut positiv zurück und in die Zukunft. “Es war eine insgesamt sehr gelungene Veranstaltung. Maike Niederschulte und ihr Team vom TuS Rotenburg haben vollen Einsatz gezeigt und den Saisonabschluss zu einem echten Jahres-Highlight gemacht. Durch Jenna Eggenstein und Sina Pieper wurde das gesamte Wochenende für den neuen Bundeskader 2023 gesichtet, um dann nach dem Bundeskadertest auch das Eliteteam für die EM 2023 zu berufen. Es geht also sofort weiter und das ist auch gut so.”

 

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