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Team Gerätturnen

Drei Medaillen für junges DTB-Duo

04.10.2020 17:52

Lara Hinsberger wird im Stufenbarrenfinale von Szombathely Zweite, Lisa Zimmermann holt dort und am Boden Bronze.

Am ersten Finaltag des FIG World Challenge Cup in Ungarn kam Lara Hinsberger (TV Lebach) in der Entscheidung an den beiden Holmen auf 12,80 Punkte, die Chemnitzerin Lisa Zimmermann knapp dahinter auf 12,70. Das bedeutete an diesem Gerät den zweiten und dritten Platz für die beiden DTB-Vertreterinnen.

Die gebürtige Hessin Zimmermann ließ einen Tag später am Boden noch ein weiteres Edelmetall der gleichen Farbe folgen. Für eine laut Heimtrainerin Gabi Frehse "sehr schöne Übung" mit guter Akrobatik und sehr ordentlicher Haltung, bei der die 17-Jährige nur bei den gymnastischen Drehungen ein paar Probleme hatte, erhielt sie 12,8 Zähler. Lediglich die Ukrainerin Angelina Radivilova (13,20) und die Polin Marta Pihan-Kulesza (12,9) waren ein wenig besser. 

Zum Auftakt des Wochenendes hatte sich die EM-Mehrkampffinalistin zudem am Sprung mit 13,50 Punkten beim Sieg der früheren Europameisterin Boglárka Dévai aus Ungarn (13,95) auf Rang fünf eingereiht. „Die Sprünge waren gut, die Landungen aber etwas schlechter als in der Qualifikation“, erklärte Gabi Frehse. 

Insgesamt gaben die beiden jungen Deutschen beim ersten Messen mit internationaler Konkurrenz nach der langen Corona-Pause ein gutes Bild ab. Für Hinsberger bedeutete der Auftritt in Ungarn zudem ein überzeugendes Debüt bei den Seniorinnen. "Das war schon cool, und der Wettkampf hat viel Spaß gemacht", kommentierte die 15-Jährige. Auch ihre Teamkollegin war "bis auf Balken sehr zufrieden". Dort hatte Lisa Zimmermann ihre schwierige Akrobatik zwar geschafft, war aber bei zwei gymnastischen Sprüngen abgestiegen und hatte so die Entscheidung verpasst. 

Nach der Rückkehr direkt zum Corona-Test

"Der Wettkampf war sehr gut organisiert, auch was die Corona-Bedingungen angeht", betonte Gabi Frehse. Was die Präsentation der beiden DTB-Turnerinnen betraf, sei es allein am Balken "nicht so glücklich" gelaufen. Doch gerade an diesem Gerät wirken sich längere Trainingsunterbrechungen und mangelnde Wettkampfroutine sehr stark auf die Stabilität aus. 

Am Montag kehrt die DTB-Delegation mit dem Auto und der Trainerin am Steuer die 700 Kilometer lange Strecke nach Chemnitz zurück. Dort müssen sich alle einem Test auf den Covid-19-Erreger unterziehen, denn der Kanton, in dem der Challenge Cup stattfand, gilt seit Donnerstag als Risikogebiet. Erst wenn ein negatives Testergebnis vorliegt, können die Turnerinnen ihr Training fortsetzen. Trotz des enormen Aufwands resümiert Gabi Frehse: "Es hat sich gelohnt."