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Gemeinsam bewegen wir Europa!

04.09.2020 13:21

Frankfurt ist bereit für die „Europäische Woche des Sports“

Pressekonferenz #BeActive | Bildquelle: Chris Christes/Picture Alliance
Pressekonferenz #BeActive | Bildquelle: Chris Christes/Picture Alliance

FRANKFURT – „Es war Liebe auf den ersten Blick“, schwärmt Fabian Hambüchen. Ein Foto-Shooting, und es war um den Reck-Olympiasieger geschehen. Seitdem ist er begeisterter Cross-Fitter, eine Sportart, die auch gern als „härtestes Workout der Welt“ bezeichnet wird. Die neue Liebe kam zu rechten Zeit. Statt Motivations-Vorträge zu halten und sich auf seinen Job als TV-Kommentator bei den Olympischen Spielen in Tokio vorzubereiten, fand sich Hambüchen Covid-19-bedingt im ungewohnten Home-Office wieder. Dass er aber nichts an Beweglichkeit eingebüßt hat, zeigte der #BeActive-Markenbotschafter heute (4. September) beim Foto-Shooting auf einem Trampolin vor der Alten Oper in Frankfurt. Damit wurde der Countdown zur „Europäischen Woche des Sports“ eingeläutet, die vom 23. bis 30. September stattfindet.

„Die Europäische Woche des Sports ist eine tolle Initiative, die Menschen dazu ermutigt, aktiv zu werden und hoffentlich etwas zu finden, das sie gerne tun, um fit zu bleiben oder es zu werden“, sagte Hambüchen bei der anschließenden Pressekonferenz. Gemeinsam mit Judo-Weltmeister Alexander Wieczerzak und TV-Moderatorin Sonya Kraus wirbt der hessische Sportstar zudem ab Montag in einer großflächigen Plakataktion für die Kampagne in Frankfurt, die unter dem Motto „Gemeinsam bewegen wir Europa“ steht.

Denn Frankfurt wird im Rahmen dieser Woche eine besondere Ehre zuteil. Aufgrund der deutschen EU-Ratspräsidentschaft richtet Deutschland die offizielle Eröffnungsfeier aus. Sie wird am 23. September ab 17 Uhr live aus der Alten Oper in Frankfurt EU-weit per Live-Stream übertragen. „Dass Frankfurt die „Flagshipveranstaltung“ für diese EU-Kampagne zugesprochen und übertragen wurde, ist zunächst eine große Ehre für das Sportland Hessen und die Stadt Frankfurt. Sport und Bewegung liegen uns in Hessen am Herzen. Deshalb engagiert sich die Hessische Landesregierung seit vielen Jahren als Partner und Förderer der #Beactive-Kampagne. Wir sind sehr stolz, dass wir in diesem Jahr die Aktivwoche anführen und eröffnen dürfen. Die Europäische Woche des Sports bringt Menschen in Bewegung und schafft es, den europäischen Gedanken mit der Freude an Bewegung zu verknüpfen“, sagte Peter Beuth, Hessischer Minister des Innern und für Sport bei der Pressekonferenz.

„Frankfurt am Main ist eine Sportstadt, die eine tolle Sport- und Vereinsinfrastruktur mit Sportstätten und -flächen für Breiten- und Spitzensportler gleichermaßen bietet“, fügte Stadtrat und Sportdezernent Markus Frank hinzu, „Außerdem haben neben dem Deutschen Olympischen Sportbund, dem DFB und dem DTB zahlreiche weitere Sportverbände hier ihren Stammsitz. Die Europäische Woche des Sports mit ihrem Programm der breiten Bewegungsförderung passt einfach sehr gut zu uns.“

Die Europäische Woche des Sports wurde 2015 von der Europäischen Kommission ins Leben gerufen. Unter dem Motto „It’s time to be #BeActive“ ruft sie alle Europäer*innen dazu auf, unabhängig von Alter, Hintergrund oder Fitnesslevel, einen aktiveren Lebensstil zu pflegen. „Rund 38 Prozent der Deutschen treiben nie Sport. Pro Woche sollte man aber auf vier bis fünf Stunden Sport oder aktive Bewegung kommen, um dauerhaft gesund zu bleiben“, sagte Michaela Röhrbein, Generalsekretärin des Deutschen Turner-Bundes, der als nationaler Koordinator die #BeActive-Kampagne steuert.

„Und es sind nicht allein wir Erwachsenen: Nur jedes fünfte Kind in Deutschland bewegt sich mindestens eine Stunde am Tag. Das hat vielfältige gesundheitliche Folgen“, ergänzte sie.

Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, wie wichtig regelmäßige körperliche Aktivität für Körper und Geist ist. Dabei geht es nicht um große Sprünge, sondern oft um kleine Schritte: Eine Station früher bei der U-Bahn auszusteigen und den Rest zu laufen. Die Treppe zu nehmen statt den Aufzug. Jeder Mensch kann sich im Alltag mehr bewegen. Kommen dann noch niederschwellige Aktivangebote im öffentlichen Raum, in den Sportvereinen oder Fitness-Studios hinzu, flankiert von Informationen zu gesunder Ernährung, ist ein großer Schritt hin zu einer aktiveren und gesundheitsbewussten Gesellschaft getan.

Und so lautet das Motto für die letzte Septemberwoche „#BeActive“! Den Auftakt zur „Europäischen Woche des Sports“ macht am 23. September die hochkarätig besetzte Eröffnungsfeier in der Alten Oper. Anschließend locken allein in Frankfurt Vereine und andere Organisationen mit rund 150 Angeboten von Aikido über Fechten und Yoga bis Zumba. Auch das Deutsche Sportabzeichen kann abgelegt werden. Eine Digital-Konferenz mit hochrangigen Gesprächsgästen geht am 24. September der Frage nach, wie Europas Bürgerinnen und Bürger zu mehr Sport und Bewegung animiert werden können (www.presidency-conference.de).

Weitere Highlights sind die #BeActive-Night am 26. September sowie eine Yoga-Stunde mit TV-Moderatorin und #BeActive-Botschafterin Sonya Kraus am 27. September, die von 11 bis 12 Uhr im Rahmen von „#BeActive TV“ live aus dem Deutsche Bank Park auf Sportdeutschland.tv gestreamt wird.

Zudem zeigt das extra entwickelte Fernseh-Format „#BeActive TV“ täglich Highlights von der Europäischen Woche des Sports. Von Mittwoch, 23.9. bis Mittwoch, 30.9 präsentiert „#BeActive TV“ auf der Streaming-Plattform Sportdeutschland.tv jeden Tag zwischen 18 und 20 Uhr interessante Live-Talks, Sport-Porträts, Ernährungs-Clips sowie Workout-Einheiten.

Unter www.beactive-frankfurt.de kann man sich für die Schnupperangebote anmelden. Das Veranstaltungskonzept dezentral in die Vereine zu verlagern, war naheliegend, da diese bereits geübt sind in Hygienekonzepten und Abstands-Maßnahmen. Zahlreiche Angebote finden zudem im Freien statt, zum Beispiel am Hafenpark oder im Brentanobad. Auf dem Gelände des SV Blau-Gelb kann man an einem Tag das Sportabzeichen ablegen.

„Da die zentrale Veranstaltung am Mainkai entfallen ist, verlagert sich das Geschehen in die Stadtteile. Das hat den Vorteil, dass es niemand weit hat, um Angebote von #BeActive aufzusuchen“, hob Roland Frischkorn hervor, Vorsitzender des Sportkreises Frankfurt, dem Dachverband aller 420 Frankfurter Turn- und Sportvereine. Der Sportkreis koordiniert das #BeActive-Programm in Frankfurt. Laut Frischkorn sind die Vereine trotz aller Einschränkungen hoch motiviert: „Die Vereine haben sich nicht davon abbringen lassen, bei der Europäischen Woche des Sports mitzumachen.

Insgesamt gibt es in diesem Jahr sogar noch mehr auszuprobieren als im vergangenen Jahr. Rund 50 Vereine und andere Organisationen haben über 150 Angebote auf die Beine gestellt.“

Stadtrat Frank begrüßt dieses Engagement: „Es sind schwierige Zeiten für die Sportvereine, die mit ihrem vielfältigen Angebot zur Lebensqualität in Frankfurt beitragen. Umso mehr freut es mich, dass sie hier die Möglichkeit bekommen, sich zu zeigen und neue Mitglieder zu werben.“

Für den Premiumpartner Mainova AG spielt auch die gesellschaftliche Bedeutung der Vereine eine Rolle. „In diesen Zeiten erleben wir, wie wertvoll Gemeinschaft und Rücksichtnahme sind, und diese Werte werden vorbildlich von und in den Vereinen gelebt“, sagte Ferdinand Huhle, Leiter Konzernkommunikation und Public Affairs. Bei der Europäischen Woche des Sports komme zudem der europäische Gemeinschafts-Gedanke hinzu: „Das ist eine sehr gute Symbiose.“

Sowohl das Hessische Ministerium des Innern und Sport als auch die Stadt Frankfurt unterstützen die #BeActive-Kampagne. Auf die Frage, ob man sich angesichts der Covid-19-Krise und der damit verbundenen großen finanziellen Herausforderungen diese Veranstaltung überhaupt leisten kann, sagte Innenminister Beuth: „Tatsächlich wurden durch die Anpassungen der Veranstaltung sogar Kosten gespart, aber es ist noch viel wichtiger und wertvoller, dass es in einer Zeit, in der Veranstaltungen reihenweise abgesagt werden, diese eine, die dazu aufruft körperlich aktiv zu werden – #BeActive! – nicht abgesagt, sondern den Gegebenheiten angemessen angepasst wurde. Das ist ein starkes Signal für Europa, welches von Frankfurt und dem Sportland Hessen ausgeht.“