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Turn-Team Deutschland

Dreimal Gold für deutsche Gymnastinnen

22.05.2022 19:37

Darja Varfolomeev und Margarita Kolosov feiern Erfolge beim FIG World Challenge Cup in Pamplona

Darja Varfolomeev (links) und Margarita Kolosov. | Bildquelle: DTB
Darja Varfolomeev (links) und Margarita Kolosov. | Bildquelle: DTB

Zum Abschluss des FIG World Challenge Cups im spanischen Pamplona gab es für die beiden deutschen Einzel-Gymnastinnen Darja Varfolomeev und Margarita Kolosov viel Grund zum Jubeln. Die 15-Jährige vom TSV Schmiden triumphierte in den Gerätefinals am Sonntag mit Band (31,450) und Ball (33,300) über die Konkurrenz, die 18-jährige Potsdamerin Kolosov war mit dem Reifen nicht zu schlagen (31,850). 

Die DTB-Vertreterinnen profitierten bei ihren Siegen von der verletzungsbedingten Absage der Mehrkampfgewinnerin Boryana Kaleyn aus Bulgarien. Doch beide zeigten laut Trainerin Yuliya Raskina auch eine sehr gute Performance und verbuchten "den nächsten wichtigen Schritt" in ihrer Entwicklung. "Das ist ein Wahnsinnsergebnis", kommentierte Teamchefin Isabell Sawade. 

Varfolomeev Vierte im Mehrkampf

Im Mehrkampf hatte sich Varfolomeev einen Tag zuvor noch mit einer starken Vorstellung vom sechsten auf den vierten Platz geschoben. Die Schülerin kam auf insgesamt 120,05 Punkte und reihte sich in dem internationalen Feld direkt hinter Kaleyn (128,70) und deren Landsfrau Stiliana Nikolova (126,45) sowie der Slowenin Ekaterina Vedeneeva (124,25) ein. Darüber hinaus sicherte sich Varfolomeev nach dem Finalplatz mit dem Ball vom Freitag auch noch Tickets für die Entscheidungen mit Keulen (31,15) und Band (28,40).

Weniger gut verlief der Samstag für die zweite deutsche Vertreterin. Kolosov hatte nach dem ersten Tag noch auf dem zweiten Platz gelegen, fiel aber schließlich durch erhebliche Probleme bei ihren Vorträgen mit den Keulen (24,40) und dem Band (25,30) auf den neunten Rang (112,75) zurück. Am Sonntag durfte die 18-Jährige noch einmal mit Reifen (31,40) und Ball (31,65) auf die Fläche gehen.

"Darja hat einmal mehr ihr großes Talent bewiesen", lobte Sawade nach dem Mehrkampf. "Sie hat keinen komplett fehlerfreien Wettkampf gezeigt, da ist also auch noch Luft nach oben." 

Bei Kolosov habe sich vermutlich ausgewirkt, dass diese ihren guten Platz nach zwei Geräten verteidigen wollte und sich damit selbst Druck gemacht hatte. Die Fehler seien "sicher auch eine Kopffrage" gewesen, sagte Sawade. "Aber wir lernen auch aus solchen Wettkämpfen und wissen, woran wir arbeiten müssen."

Am Freitag hatte Raskina Kolosov noch "eine deutliche Steigerung und weitere Fortschritte" auf dem Weg zu den Europameisterschaften im Juni in Tel Aviv bescheinigen können.
Varfolomeev hatte zum Auftakt des Mehrkampfs den Reifen verloren und musste zum Ersatzmaterial greifen. 27,85 Punkte reichten mit diesem Handgerät nicht zum Finaleinzug. Dafür beeindruckte die Schülerin "mit einer Wahnsinnsübung" (Sawade) mit dem Ball, mit dem sie auf 32,65 Punkte und als Zweite in den Endkampf kam. 

Nächste Station Portimão

Für Varfolomeev geht es am Mittwoch schon weiter zum nächsten Challenge Cup im portugiesischen Portimão. Dort steigt auch die 15 Jahre alte Berlinerin Helena Ripken ins internationale Geschäft ein.

Eine Hiobsbotschaft gab es in Spanien für die deutsche Gruppe. Aufgrund zweier positiver Corona-Tests in der Formation mussten die DTB-Vertreterinnen auf die Teilnahme am Wettbewerb verzichten.   

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