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Turn-Team Deutschland

Olympiatest in Belgien

27.06.2021 19:54

Emma Malewski sorgt in Gent als Fünfte am Balken für das beste DTB-Ergebnis bei den Aktiven. 

Sarah Voss, Aiyu Zhu, Emelie Petz und Emma Malewski bei der Flanders International Team Challenge | Bildquelle: DTB
Sarah Voss, Aiyu Zhu, Emelie Petz und Emma Malewski bei der Flanders International Team Challenge | Bildquelle: DTB

Die deutschen Turnerinnen haben bei der vierten Flandern International Team Challenge in Gent den sechsten Platz belegt. Sarah Voss, Aiyu Zhu (beide TZ DSHS Köln), Emelie Petz (TSG Backnang) und Emma Malewski (TuS Chemnitz-Altendorf) kamen beim Sieg der Französinnen (163,008) vor den Gastgeberinnen aus Belgien (161,924) und Italien (158,657) auf 153,590 Punkte. Die DTB-Riege war allerdings an drei Geräten ohne Streichwert angetreten; zudem war aus der Olympia-Auswahl für Tokio nur Sarah Voss  mit dabei, während andere Nationen den Wettkampf in der Topsporthal mit dem gesamten Team als Test für die Spiele nutzten.

In der Einzelwertung, die die Mehrkampf-Europameisterin von 2019, Mélanie de Jesus dos Santos aus Frankreich, mit 55,00 Punkten für sich entschied, lieferte Emma Malewski als Elfte mit 51,941 Punkten das beste Ergebnis aus deutscher Sicht. „Emma hat sich sehr gut präsentiert. Sie hat sich in den vergangenen Wochen super entwickelt und ist sehr stabil geworden“, lobte DTB-Cheftrainerin Ulla Koch. Als Lohn durfte die 16-Jährige am Sonntag noch beim Finale am Schwebebalken ans Gerät gehen, wo es nach 13,325 Punkten im Vorkampf nicht ganz so gut lief und sie mit 12,725 Punkten Fünfte wurde. Auch Emelie Petz, die wegen Problemen am Fuß nur am Stufenbarren eingesetzt wurde, konnte sich dort mit 13,70 Punkten für den Medaillenkampf empfehlen. „Endlich konnte sie ihre Übung mal im Wettkampf durchturnen“, kommentierte Ulla Koch erfreut. Einen Tag später reichte es jedoch mit 12,925 Punkten nur für den achten Platz.

Sarah Voss hatte ihre Übungen im Vergleich zu den nationalen Olympiaqualifikationen in Dortmund und München noch einmal aufgestockt und wollte die Gelegenheit nutzen, diese unter Wettkampfbedingungen zu probieren. Am Sprung zeigte die deutsche Meisterin erneut einen Jurtschenko mit Doppelschraube (13,433). Am Barren gelang ihr zum ersten Mal überhaupt in der Übung die für sie neue Kombination aus Hindorff, Pak-Salto und Schaposchnikowa mit halber Drehung. „Wahrscheinlich war sie davon so überrascht, dass sie dann leider den Abgang überdrehte“, erklärte Koch die Wertung von 12,825 Punkten. Am Schwebebalken zeigte die WM-Finalistin nach längerer Zeit wieder die Verbindung aus freiem Rad und zwei Spreizsalti, musste dabei jedoch das Gerät verlassen, sodass sie auf 12,675 Punkte kam. Auch am Boden klappte eine Akrobatikbahn (12,60) nicht wie gewünscht. 51,533 Punkte bedeuteten Rang 14 im Mehrkampf. „Ab Montag sind wir zum Lehrgang in Frankfurt; dann werden wir entscheiden, was wir in Tokio riskieren“, erklärte Koch, die gemeinsam mit Sarah Voss noch am Samstagabend die Heimreise antrat.

Überhaupt nicht laufen wollte es diesmal bei Aiyu Zhu, der laut der Cheftrainerin lediglich am Sprung (13,466) ein ordentlicher Vortrag gelang.

Juniorinnen holen Silber

„Super“, so Koch, machten derweil die Juniorinnen ihre Sache. Mara Dietz (TV Coburg-Ketschendorf), Meolie Jauch (Spvgg Holzgerlingen), Janoah Müller (TSG Haßloch), Florine Seifner (TZ DSHS Köln) und Lisa Wötzel (TuS Chemnitz-Altendorf) schafften im Mannschaftswettbewerb mit 147,707 Punkten den Sprung auf den zweiten Rang hinter den dominierenden Italienerinnen (157,066), die auch die drei ersten Plätze in der Einzelwertung belegten. Direkt dahinter reihte sich Meolie Jauch mit 50,566 Punkten ein; Janoah Müller wurde Sechste (48,850). In allen Gerätefinals war der deutsche Nachwuchs mit je zwei Starterinnen vertreten und holte damit das Maximum an Plätzen heraus. Meolie Jauch beeindruckte am Barren mit der besten Vorleistung aller Teilnehmerinnen (13,375) und sorgte am Abschlusstag als Dritte mit 12,225 Punkten für das einzige deutsche Edelmetall. Zu Recht, so Koch, dürfe Bundesnachwuchstrainerin Claudia Schunk stolz auf die Talente sein.  

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