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Team RSG

Schmidener Gymnastinnen bei Turn-Team Battle souverän vorne

23.08.2020 20:46

Die Auswahl aus dem Fellbacher Leistungszentrum siegt mit 34 Punkten vor Bremen (30), der Nationalmannschaft Gruppe (26) und Berlin (20).

Volle Punktzahl nach vier von sechs Aufgaben – so lautete die Zwischenbilanz der Schmidener Gymnastinnen Darja Varfolomeev, Malvina Chakyr, Margarita Kolosov und Melanie Dargel beim Turn-Team Battle ihrer Disziplin. Schon bei der Übergabe eines Reifens hinterm Rücken, bei der die meisten geglückten Versuche innerhalb einer Minute gezählt wurden, verbuchten sie mit sieben Zählern die Maximalpunktzahl. Auch die weiteren Herausforderungen meisterten die Solistinnen aus Baden-Württemberg jeweils am besten von den insgesamt vier angetretenen Mannschaften: das Fangen eines geworfenen Balles in den Kniekehlen nach einer Rolle, das Jonglieren mit Keulen im Standspagat und auch eine vorgegebene Bewegungsfolge mit dem Band so oft wie möglich ohne Verheddern abzuspulen.

Doch dann, bei der Teamübung, kamen das frühe Ende und die Chance für die dort am sichersten auftretenden Bremerinnen, die Führenden vielleicht doch noch abzufangen. Ein Reifen musste, am Bein kreisend, so oft wie möglich an eine Kollegin übergeben werden, und dabei schnitten die Schmidenerinnen am schlechtesten ab. So hatten sie nur noch vier Punkte Vorsprung vor dem finalen Balanceakt.

Den gab der frühere Judo-Weltmeister Alexander Wieczerzak vor: Der gebürtige Frankfurter ließ einen Besen auf einer Hand jonglieren und von dort aus auf die andere hüpfen, ohne dass das ungewöhnliche Handgerät, wie die Expertin und ehemalige RSG-WM-Teilnehmerin Laura Jung die Putzhilfe bezeichnete, an Haltung verlor. Bei den Gymnastinnen war dabei, anders als beim männlichen Vorbild, auch noch Synchronität gefragt. Der ausdrucksstarke Kurzvortrag der Nationalmannschaft kam bei der Jury am besten an. Schmiden und Bremen sahen die Kampfrichterinnen auf Augenhöhe, sodass die Norddeutschen keinen weiteren Boden gutmachen konnten.

"Heute sind wir alle Gewinnerinnen"

RSG-Teamchefin Isabell Sawade erklärte, dass es sehr wichtig für die Gymnastinnen gewesen sei, nach fünfmonatiger Wettkampfpause wieder einmal eine Challenge zu haben. „Ich habe den Trainerinnen am Morgen geschrieben, dass wir heute alle Gewinnerinnen sind, egal, wie es ausgeht“, sagte sie. Zusätzlich zum üblichen Pflichtprogramm wurden die Aufgaben geübt.

Die Mitglieder der Nationalmannschaft absolvierten zudem vor zwei Wochen die B-Trainer-Ausbildung. Für sie steht, sofern sie nicht noch Coronavirus-bedingt abgesagt wird, Ende November in Kiew die Europameisterschaft an. Dort gibt es eine Chance auf das noch zu erkämpfende Ticket für die Olympischen Spiele in Tokio 2021. „Wir werden vorbereitet sein“, kündigte Sawade an. Egal, ob die EM in diesem Jahr oder erst im nächsten Frühjahr stattfindet.