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Tolle Stimmung bei Gerätfinals in Berlin

26.06.2022 13:57

Finaltag 2 bei den Deutschen Meisterschaften der Männer und Frauen im Gerätturnen

Philipp Herder am Barren | Bildquelle: Minkusimages
Philipp Herder am Barren | Bildquelle: Minkusimages

Zum Abschluss der Deutschen Meisterschaften 2022 wurden am Sonntagnachmittag (26.06.2022) in der Berliner Max-Schmeling-Halle vor ca. 1800 Zuschauern die letzten Titel im Gerätturnen der Männer und Frauen vergeben. 

Den Beginn machten die Männer mit dem Sprung-Finale, bei dem es eng zuging. Im gesamten Feld entpuppte sich der zweite Sprung als der entscheidende, bei dem einige Turner Nerven zeigten. Mit zwei sehr guten Sprüngen (14,700 Punkte und 14,000 Punkte) zeigte Nick Klessing (SV Halle) die meiste Konstanz und holte sich den Deutschen Meistertitel. Zweiter wurde der Titelverteidiger von 2021 Leonard Prügel vom SC Cottbus mit insgesamt 13,949 Punkten. Dem Geburtstagskind des Tages, Dario Sissakis (SC Berlin), missglückte zwar vor heimischem Publikum bei seinem zweiten Sprung die Landung, dennoch konnte er sich mit insgesamt 13,916 Punkten mit der Bronzemedaille beschenken. 

Pauline Schäfer-Betz holt sich den Titel am Schwebebalken

Im Finale am Schwebebalken schien es wie verhext. Fünf der sechs Starterinnen mussten unfreiwillige Abstiege von dem 10 cm-breiten Sportgerät hinnehmen. Die Siegerin Pauline Schäfer-Betz (KTV Chemnitz) profitierte jedoch nicht nur von den Fehlern der Konkurrenz, sondern turnte selbst eine sehr gute Übung und absolute Steigerung zur Qualifikation. Mit dem höchsten Ausgangswert im Feld (5,80) und 13,866 Punkten zeigte sie sich als verdiente Siegerin. Die Silbermedaille ging an die frisch gekürte Mehrkampf-Meisterin Sarah Voss (TZ DSHS Köln), die als Punktbeste in das Finale eingezogen war, jedoch in der Übung das Gleichgewicht verlor und Punkte einbüßen musste. Auch die Drittplatzierte Emma Malewski (TuS Chemnitz-Altendorf; 12,666 Punkte) konnte sich am Ende einer dreifachen Kosakendrehung nicht halten und musste absteigen. Nach ihren dritten Plätzen am Stufenbarren und im Mehrkampf, holte sie sich nun die dritte Bronzemedaille bei der diesjährigen Deutschen Meisterschaft.

Philipp Herder wird Deutscher Meister vor Heimpublikum

Dass im Turnen alles passieren kann, zeigte sich heute im Barren-Finale bei den Männern. In der Qualifikation noch Punktbester, musste Mehrkampf-Meister Lukas Dauser (TSV Unterhaching) sich nach einigen Unsicherheiten in der Übung und einer nicht gestandenen Landung mit Rang vier zufriedengeben. Nach seinen beiden zweiten Plätzen bei den Deutschen Meisterschaften 2019 und 2021 turnte sich Philipp Herder vom SC Berlin diesmal mit 14,266 Punkten an die Spitze. Knapper Zweiter wurde, nach Bronze im Mehrkampf, Glenn Trebing (TK Hannover). Dieser freute sich nach seiner super und in den Stand geturnten Übung (14,200 Punkte) sichtlich und zeigte damit seine gute Entwicklung in den letzten Jahren. Bronze ging mit 13,733 Punkten an den erfahrenen Andreas Toba (TK Hannover), der sich mit einer technisch sehr sauberen Übung im Finale präsentierte.

Zweiter Gerät-Titel für Kim Bui

Im letzten Finale der Deutschen Meisterschaften bei den Frauen, holte sich, nach ihrem Sieg am Stufenbarren am Vortag, Kim Bui mit 13,400 Punkten auch den Titel am Boden. Bereits 2019 siegte die erfahrene Turnerin vom MTV Stuttgart bei den Deutschen Meisterschaften an diesem Gerät in der Max-Schmeling-Halle in Berlin. Die Mehrkampf-Siegerin und Beste der Qualifikation Sarah Voss (TZ DSHS Köln) musste sich auf Grund einiger Fehler mit 12,566 Punkten hinter Bui einreihen. Überraschende Dritte wurde die erst 15-jährige Salina Bousmayo vom KLZ Düsseldorf. Ihre sauber geturnte Übung wurde vom Kampfgericht mit 12,533 Punkten belohnt. 

Carlo Hörr verteidigt Titel am Reck

Er machte den Auftakt im Gerätfinale am Reck und behielt mit einer super Übung die Führung bis zum Ende: Carlo Hörr vom TSV Schmiden gelang mit 13,833 Punkten die Titelverteidigung. Auch bei Andreas Toba (TK Hannover), der wenige Minuten vorher noch Bronze am Barren geholt hatte, war die Freunde nach seiner Übung groß. Der Routinier turnte erneut technisch gut und landete seine Übung im Stand. Mit 13,700 Punkten holte er sich somit Silber vor Leonard Prügel (SC Cottbus), der im Abgang einen sicheren dreifachen Salto zeigte und 13,333 Punkte erhielt.

DTB-Präsidet Dr. Alfons Hölzl zeigt sich zufrieden

"Es war eine sehr gelungene Veranstaltung! Zum ersten Mal waren im Rahmen der Finals alle Olympischen Sportarten aus dem Turnbereich dabei und wir haben großartige Wettkämpfe erlebt. Die sportlichen Leistungen haben sich sehen lassen und machen Hoffnung in Hinblick auf die anstehenden European Championships in München im August", zog Hölzl nach Ende des Wettkampfes ein rundum positives Fazit.

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