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Rhythmische Sportgymnastik

Der DTB trauert um Gerda Peschke

12.12.2019 19:13

Anfang Dezember hat sich der lange Lebensweg von Gerda Peschke vollendet.

Viele ihrer stolzen achtundneunzig Lebensjahre waren eng mit dem Sport und der Rhythmischen Sportgymnastik verbunden. Schon ab Anfang der siebziger Jahre baute Gerda Peschke die Gymnastik-Sparte des Kieler TB auf. Ihr großes persönliches Engagement prägte die Entwicklung der Sportart in Schleswig-Holstein und weit über dessen Grenzen hinaus über Jahrzehnte. "Ihre" Gymnastinnen überzeugten sportlich mit einer Vielzahl von großen Erfolgen. Gerda Peschke führte als Trainerin ihre eigene Tochter Patricia dabei zweimal bis zur WM-Teilnahme.

Neben ihren Aufgaben als Trainerin stand auch Gerda Peschkes langjähriges ehrenamtliches Engagement als Kampfrichterin im Fokus. International war sicher die Teilnahme an den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona der Höhepunkt. National war sie noch bis 2007 im Einsatz und wertete im beeindruckenden Alter von 85 Jahren ihre letzten Deutschen Meisterschaften. 

Auch nach Ende ihrer aktiven Kampfrichterzeit blieb die gebürtige Hamburgerin der Rhythmischen Sportgymnastik eng verbunden. Auf Wettkämpfen war sie eine gerne gesehene Zuschauerin und zu aktuellen Themen hatte sie stets einen Ratschlag parat. Das große persönliche Engagement wurde im In- und Ausland mit viel Respekt wahrgenommen. Deutschland ehrte sie bereits im Jahr 2005 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande.

Mit Gerda Peschke hat die Rhythmische Sportgymnastik in Deutschland eine ihrer prägenden Persönlichkeiten der vergangenen Jahrzehnte verloren. Wir erinnern uns an eine herzliche, begeisternde Hanseatin und verneigen uns vor ihrem eindrucksvollen Lebenswerk!