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Kinderturnen

Regionalliga Inklusion

17.02.2020 08:43

Im Rahmen der Offensive Kinderturnen wurde ein Modellantrag für das Teilprojekt Regionalliga Inklusion bei der Aktion Mensch Stiftung eingereicht. Das Teilprojekt hat eine Laufzeit von fünf Jahren, mit Projektstart zum 1. März 2019.

Bildquelle: picture alliance

Das Herzstück des Teilprojektes sind geschulte regionale Inklusionscoaches, die das Bilden von Netzwerken zwischen Vereinen, Einrichtungen der Behindertenhilfe, Kindergärten, Schulen, Flüchtlingseinrichtungen etc. initiieren und begleiten. Sie beraten Vereine und schaffen Raum sowie Gelegenheit sich zu vernetzen.

Das Ziel des Projektes ist es, eine ortsnahe Teilhabe von allen Kindern (insbesondere Kinder mit Behinderung, Migrationshintergrund oder aus bildungsfernen Schichten) im Alter von drei bis sieben Jahren am Kinderturnen zu schaffen.

Wie ist der Stand zum Stellenbesetzungsverfahren?

Region 1 (Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin, Sachsen-Anhalt und Sachsen), Inklusionscoach: Pascal Vergin mit Sitz in Berlin

Region 2 (Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Bremen und Hamburg), Inklusionscoach: Arwin Mostauli mit Sitz in Hamburg

Region 3 (Hessen, Rheinland, Westfalen und Thüringen) Inklusionscoach: Eileen Jakobi mit Sitz in Alsfeld

Region 4 (Pfalz, Mittelrhein, Saarland, Rheinhessen), Inklusionscoach: Stefanie Kneisle mit Sitz in Koblenz

Region 5 (Baden, Schwaben und Bayern), Inklusionscoach: Astrid Hess in München und Anna-Lena Würbach in Stuttgart

Projektmitarbeit: Carolin Puls mit Sitz in Berlin beim Projektpartner Special Olympics Deutschland

Projektleitung: Lena Godulla mit Sitz in Frankfurt beim Projektträger DTB/DTJ

Wie lief die Einarbeitungsphase der Mitarbeitenden?

Fast alle Mitarbeitenden der Regionalliga Inklusion haben bei der Schulung am 3./4. Juli 2019 in Frankfurt die Kolleg*innen des Projekts sowie die Mitarbeitenden des Bundesjugendsekretariats der DTJ kennengelernt. Die Schulung diente als Kick-off des Projektes und vermittelte allgemeine Inhalte zum Thema Projektmanagement. Seit dem 1. September 2019 konnte auch die zweite Stelle in der Region 5 besetzt und mit Anna-Lena Würbach das Projektteam vervollständigt werden.

In der Einarbeitungsphase wurden, neben dem Kennenlernen der LTV, potenzielle Kooperationspartner*innen wie z.B. Landesverbände des Deutschen Behindertensportverbandes und die Landesverbände von Special Olympics Deutschland kontaktiert, um Teilnehmende für die Projektgruppe ausfindig zu machen. Die Projektgruppe wird zur Unterstützung der Aufgaben der Inklusionscoaches eingerichtet. Die Einteilung der Projektgruppen bzw. „Unterprojektgruppen“ gestaltet sich in den einzelnen Regionen unterschiedlich. Es wird zum einen Projektgruppen mit den Geschäftsführer*innen der LTV zur Besprechung der Strategie, zum anderen Gruppen, die zur Erarbeitung verschiedener inhaltlicher Schwerpunkte herangezogen werden, geben.

Was passiert aktuell im Projekt Regionalliga Inklusion?

Neben ersten Treffen mit der Projektgruppe werden die ersten Info- und Netzwerktreffen für Vereine in den Regionen geplant, die dazu dienen, über Kinderturnen und Inklusion bzw. „Kinderturnen für Alle“ ins Gespräch zu kommen, Best-Practice-Beispiele auszutauschen sowie Netzwerke zu bilden. Ein erstes Netzwerktreffen hat in Bamberg am 30.11.2019 stattgefunden. Weitere sind für Frühjahr 2020 geplant.

Die Inklusionscoaches sind zurzeit viel unterwegs und bewerben das Projekt in ihrer Region bei unterschiedlichen Veranstaltungen, um so in Kontakt mit der Zielgruppe treten zu können. Sie sind z.B. bei inklusiven Sportfesten, Turnfesten, Sporterlebnistagen oder Inklusionsnetzwerktreffen und weiteren Terminen vor Ort.

In der Region 3 wurde das Projekt im Rahmen der REHA-Care Messe in Düsseldorf im September 2019 beworben. Der Stand bot unter anderem die Möglichkeit das „Kinderturn-Abzeichen für Alle“ zu erleben.

In den Regionen 1 und 4 kam es bereits zu ersten wichtigen Gesprächen sowie zum Knüpfen von Kontakten mit Projekt- und Kooperationspartnern. Der Inklusionscoach, Pascal Vergin, nach einem Treffen in das Inklusionsnetzwerk von Sachsen aufgenommen. Stefanie Kneisle konnte im Rahmen der Inklusionswoche des Landessportbunds Rheinland-Pfalz (LSB RLP) die Kooperation zu der Mitarbeiterin des Sportinklusionslotsen-Projekts vom LSB RLP, Katharina Pape, sowie der Regionalkoordinatorin Nina Hagedorn vom Special Olympics Deutschland-Projekt „Wir gehören dazu“ stärken. Alle drei Inklusionsprojekte haben Rheinland-Pfalz als Projektgebiet und wollen zukünftig eng zusammenarbeiten.

In den Regionen 2 und 5 wurden erste Maßnahmen ergriffen, um Turnvereine zu fördern. In der Region 2 wird ein Verein durch Arwin Mostauli unterstützt und potenzielle Kooperationspartner*innen kontaktiert, um das Kinderturnen mit fachlicher Expertise inklusiv aufziehen zu können. In der Region 5 wurden bereits Fördermöglichkeiten für Vereine zusammengestellt, um Vereine bei Anträgen beispielsweise für einen barrierefreien Umbau der Sportstätten entsprechend zu unterstützen.

Am 4./5. Dezember 2019 hat für alle Mitarbeitenden der Regionalliga Inklusion die Schulung Moderieren/Präsentieren in Koblenz stattgefunden. Die Schulung diente der Vorbereitung der Durchführung von Netzwerktreffen und Projektgruppentreffen. Die Erfahrungen seitens der Inklusionscoaches vergangener Treffen konnten mit in die Lerninhalte der Schulung fließen, um so gezielt besprechen und üben zu können, was zukünftig verbessert werden kann. Verschiedene Übungen sollten dazu dienen das Gelernte direkt in die Praxis umzusetzen, z.B. Aufgaben eines Moderators / einer Moderatorin, Fragetechniken, Umgang mit Störenden und das Festhalten von Ergebnissen.
Im Rahmen der Schulung wurden vom Forschungsinstitut für Inklusion durch Bewegung und Sport (FIBS) die Statusberichte der Inklusionscoaches entgegengenommen, die unter anderem die Vernetzung auf Landesebene gemeinsam analysieren. Das FIBS begleitet das Projekt wissenschaftlich.

Wir freuen uns, Sie als Verein, Übungsleiter*in oder Kooperationspartner*in für das Projekt zu gewinnen, um….

…allen Kindern, die Möglichkeit zu geben, Spaß an der Bewegung zu entdecken,

…Familien eine Anlaufstelle bereitzustellen, in denen ihre Kinder professionell angeleitet werden,

…Kindern mit oder ohne Behinderungen, mit Migrationshintergrund oder aus bildungsfernen Schichten einen Raum zum Spielen zu bieten,

…ein Netzwerk zu schaffen, mit dem wir gemeinsam unsere Ziele erreichen.

Gerne können Sie sich direkt an die Inklusionscoaches in ihrer Region wenden oder Sie besuchen die Internetseite der Regionalliga Inklusion.