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Korfball

TuS Schildgen gewinnt Champions League Finale

08.02.2023 08:46

Der TuS Schildgen und SG Pegasus bestritten als Lokalderby das Endspiel im Korfball Champions League Challenger Finale. Die Gastgeber gewannen mit 20:17 und sind die beste europäische Vereinsmannschaft außerhalb der Niederlande und Belgien.

Jubel des TuS Schildgen beim Pokalfinale | Bildquelle: Küpper

Es war ein tolles Korfballwochenende in Bergisch Gladbach und eine gute Werbung für den Korfballsport in Deutschland. Vorangegangen waren drei Korfball Champions League Vorrunden-Turniere in Lissabon (Portugal), Prostejov (Tschechien) und Herentals (Belgien), in denen sich die deutschen Vertreter*innen als Meister bzw. Vizemeister 2022 für dieses Turnier qualifiziert hatten. Es ging um Rang 5 in der Rangliste der europäischen Vereinsmannschaften – hinter den niederländischen und belgischen Teams.

Am ersten Spieltag standen zwei Halbfinalbegegnungen auf dem Spielplan. Dabei setzte sich TuS Schildgen (TuS S1) klar mit 19:10 gegen den tschechischen Vertreter SK RG Prostejov durch. Und SG Pegasus siegte mit 24:19 gegen Trojans KC aus England.

Die zwei Verlierer bestritten sonntags das Spiel um Bronze im KCL Challenger Finale. Etwas überraschend siegten die Tschechen mit 17:13.

Höhepunkt des Turniers war dann vor mehr als 250 Zuschauern das Bergisch Gladbacher Derby, auf das die deutschen Korfballfans gehofft hatten. Und es war ein hochklassiges Finale, das bis fünf Minuten vor dem Ende auch sehr spannend blieb. Bis zur Halbzeitpause war das Spiel weitestgehend ausgeglichen; mit einem Korb lag TuS Schildgen mit 10:9 knapp vorne. Nach dem Wechsel baute die TuS S1 insbesondere dank Treffern von Hannah Freund und Sandra Küpper schnell den Vorsprung aus, zog zeitweise sogar auf fünf Körbe davon. Was aber im Korfball nicht unbedingt den Sieg bedeutet, da die Treffer im Minutentakt fallen. Aber TuS Schildgen spielte den Sieg dennoch souverän nach Hause – wobei 11 der 20 TuS-Körbe von den Damen erzielt wurde. Coach Julius Peekhaus: „Das Spiel über die Damen hat sich in diesem Match als sehr gutes Mittel erwiesen.“

Den Siegerpokal durfte anschließend doch der Kapitän Steffen Heppekausen aus den Händen von Jan C. Fransoo in Empfang nehmen, dem Präsidenten des Korfball-Weltverbands IKF. 

Das Team der TuS S1 im Finale: Steffen Heppekausen (Kapitän, 4 Treffer), Theo Nowak (1), Jan Heming (2), Thomas Freund (1), Josefine Palm (2), Sandra Küpper (4), Selina Kipke (3), Hannah Freund (3); eingewechselt wurden Matthias Freund und Marvin Schulte. Zum Team gehörten außerdem Johanna Peekhaus, Anna Kupka, Anna Rollberg, David Kutschera, Jana Kierdorf und Ellen Hohn (beide verletzt) Coach Lukas Michael und Julius Peekhaus, Teammanager Martin Büchel, Physio Susi Rolofs.