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DTB News

Forschungsprojekt "TraiNah" gegen sexualisierte Gewalt

22.04.2020 13:05

Bei dem Forschungsprojekt zur Prävention sexualisierter Gewalt wird die Perspektive der Athletinnen und Athleten als auch die der Coaches beleuchtet.

Symbolbild | Bildquelle: Picture Alliance
Symbolbild | Bildquelle: Picture Alliance

Trainerinnen und Trainer im Nachwuchsleistungssport sind durch die brisanten gesellschaftlichen Diskussionen um sexuelle Belästigungen und Übergriffe im Sport aktuell stark verunsichert. Es stellt sich ihnen die Frage, wie viel Nähe angemessen und erlaubt ist, wie sie als Trainerinnen und Trainer heranwachsende Athletinnen und Athleten stärken und ihre Unversehrtheit sichern können. Schlussendlich geht es auch darum, wie man sie sich selbst vor falschen Verdachtsäußerungen schützen kann.

Die meisten bisherigen Präventionsstrategien setzen jedoch entweder auf der Ebene der Gesamtorganisation oder auf Aktiven-Ebene an. Ziel des Projekts ‚TraiNah‘ ist es daher, durch Befragungen von Trainerinnen, Trainern, Athletinnen sowie Athleten aus dem Nachwuchsleistungsbereich den Umgang mit Nähe und Distanz sowohl aus Perspektive der Coaches als auch der Athletinnen und Athleten zu untersuchen. Daraus resultierend werden Schulungen zum Thema Nähe und Distanz in Sportgruppen entwickelt, durchgeführt und anschließend evaluiert.

Aufbau des Projektes
Das vom Bundesinstitut für Sportwissenschaften (BISp) geförderte Projekt besteht aus insgesamt drei Modulen, die sich in sechs Teilprojekten differenzieren. In Modul 1 werden zunächst in Telefoninterviews Trainerinnen und Trainer im Nachwuchsleistungssport zu ihren Erfahrungen mit der Problematik von Nähe und Distanz im Sport befragt und deren Hypothesen anhand einer quantitativen Befragung verifiziert. In der gleichen Art und Weise wird in Modul 2 mit den Athletinnen und Athleten verfahren, um auch deren Sichtweise einbeziehen zu können. Aus den Ergebnissen der Befragungen wird in Modul 3 eine Workshopkonzeption für Coaches im Nachwuchsleistungssport erstellt, welche anschließend durchgeführt und evaluiert wird. Zum Abschluss des Projekts wird eine Multiplikatorenschulung durchgeführt, um bereits innerhalb des Projekts einen ersten Transfer in die Strukturen des organisierten Sports zu gewährleisten; weitere Transfermaßnahmen erfolgen im Anschluss an das Projekt durch die beteiligten Kooperationspartner.

Studienteilnehmerinnen und -Teilnehmer gesucht:

Weitere Projekt-Informationen: