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Turn-Team Deutschland

Hannover dominiert ersten Turn-Team Battle der Männer

25.06.2020 20:49

Die Riege um WM-Mehrkampffinalist Andreas Toba siegt mit 29 Punkten vor Berlin (21) und Halle an der Saale (19).

Sieger aus Hannover | Bildquelle: DTB
Sieger aus Hannover | Bildquelle: DTB

Nachdem die Frauen des Turn-Team Deutschland am Sonntag die erste Auflage des neuen Formats bestritten hatten, zogen am Donnerstag die Männer nach. Am Ende jubelten die Hannoveraner Andreas Toba, Mika Säfken sowie Glenn und Lewis Trebing als die Besten in die Kamera.

Los ging’s mit Krafthalten an den Ringen. Dabei wurden dem WM-Achten von Stuttgart, Nick Klessing, ebenso 24 Sekunden in der Stützwaage anerkannt wie Nils Dunkel, sodass Halle und Berlin gemeinsam in Führung gingen. Doch Hannover konnte sich im Kampf um die meisten Tkatchev-Grätschen hintereinander am Reck auf Favorit Toba verlassen. Zwölfmal fing der Routinier nach dem Flugelement wieder die Stange, sodass die Niedersachsen mit dem Team aus der Hauptstadt, für das WM-Teilnehmer Philipp Herder sieben erfolgreiche Versuche aneinanderreihte, gleichzog.

Als sehr schwierig erwies sich die Aufgabe, eine Dreifachschraube am Boden in den optimalen Stand zu bringen. Doch schließlich gelang dies bei fünf Durchgängen Karim Rida für Berlin am besten.

Der erneute Vorsprung von zwei Punkten sollte allerdings nicht lange Bestand haben. Denn am Barren war es wider Erwarten nicht WM-Finalist Lukas Dauser, der die meisten Diamidows am Barren schaffte. Erst toppte Dario Sissakis für Halle mit 25 Vorschwungelementen die Vorlage von 14, dann setzte Glenn Trebing aus Hannover mit 27 noch zwei drauf.

Von da an sollte das Quartett aus Norddeutschland die Spitzenposition nicht mehr abgeben. Auch den Handstand-Parcours bewältigte die Hannoveraner Staffel am schnellsten. Sissakis konnte gemeinsam mit Klessing seine eigentliche Heimat Berlin zwar noch ein bisschen ärgern, weil das Duo bei der Übergabe eines Schaumstoffschnitzels mit den Füßen im Hang am Reck innerhalb von 60 Sekunden die meisten Wechsel schaffte. Doch schließlich machten Dauser und Co. den zweiten Platz perfekt, als sie sich bei der von der Boxerin Ornella Wahner gestellten Aufgabe, zehn Sekunden lang Bälle zu jonglieren, während der Partner Kreisflanken am Pauschenpferd absolviert, wie die auch hier überzeugenden Hannoveraner keinen Fehler leisteten.     

Nguyen strebt bei der EM einen Mehrkampfstart an

Der Olympiazweite Marcel Nguyen hatte gemeinsam mit Moderator Jens Zimmermann durch den Abend geführt. Da seine im Herbst operierte Schulter „noch nicht bei 100 Prozent“ sei, hatte der Unterhachinger auf die Teilnahme am Battle verzichtet. Er kündigte jedoch an, bei der Europameisterschaft im Dezember in Baku einen Mehrkampfstart anzustreben, mit dem Ziel, dem DTB so einen zusätzlichen Startplatz neben denen in der Mannschaft für die Olympischen Spiele in Tokio zu sichern.

Wolfgang Willam zog eine positive Bilanz der Battle-Premieren, die die Athleten selbst angeregt hatten. Der DTB-Sportdirektor lobte die teilweise "tollen Leistungen" und könnte sich vorstellen, die Fern-Wettkämpfe auch mit ganzen Übungen auszutragen.

Zudem erklärte er, dass die Deutschen Meisterschaften während des Internationalen Deutschen Turnfestes im nächsten Jahr in Leipzig gleichzeitig die erste Olympiaqualifikation darstellen sollen.