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Rhythmische Sportgymnastik

Zum Tode von Gisela Drygala

07.07.2021 20:52

Nachruf auf eine der prägendsten Persönlichkeiten der RSG

Gisela Drygala † | Bildquelle Bremen 1860
Gisela Drygala † | Bildquelle Bremen 1860

Mit Gisela Drygala hat die Rhythmische Sportgymnastik in Deutschland eine ihrer prägendsten Persönlichkeiten der letzten Jahrzehnte verloren. Am 29. Juni verlor sie den langen Kampf gegen ihre schwere Erkrankung.

Ehrenamtliches Engagement im Sport war Kern des Lebens von Gisela Drygala. Nicht umsonst nannte man sie in ihrer Heimatstadt Bremen „Mutter der RSG“. Bereits 1988 übernahm sie im Bremer Turnverband das Amt als Landesfachwartin, später trug sie zusätzlich auch als Vizepräsidentin Leistungssport Verantwortung. Beide Ehrenämter füllte sie mit der gleichen Energie und Zielstrebigkeit wie auch die Aufgaben als Vizepräsidentin bei ihrem Heimatverein Bremen 1860. Die von Gisela Drygala trainierten Juniorengruppen des Vereins nahmen 1989 und 1991 für Deutschland an den Junioren-Europameisterschaften teil. Diese Erfolge sind eng verknüpft mit dem darauffolgenden Aufbau des Bremer RSG-Bundesstützpunktes, an dem Gisela Drygala maßgeblich beteiligt war.

Eine sportliche Erfolgsliste der von Gisela Drygala über die Jahre betreuten Gymnastinnen wäre nur schwer zu erstellen. Besonders bei den von ihr betreuten Gruppen entwickelte Bremen sich zu einer der Hochburgen der Sportart. Das große Engagement von Gisela Drygala hat Generationen von jungen Gymnastinnen den Weg in den Leistungssport geöffnet und sie dabei begleitet. 2013 wurde sie hierfür von Bundespräsident Joachim Gauck mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. Der Bremer Landessportbund ehrte sie als „Trainerin des Jahres 2015“. Zahlreiche weitere Ehrungen sind Ausdruck ihres Lebenswerkes, was Gisela Drygala ganz in hanseatischer Tradition nie in den Vordergrund stellte.

Trotz aller gesundheitlichen Rückschläge blickte Gisela Drygala immer optimistisch in die Zukunft und war noch kurz vor den „Finals“ in Dortmund schon wieder mitten in der Planung für die neue Wettkampfsaison 2022. Am Ende hat die Kraft dann doch nicht mehr gereicht und ein in jeder Hinsicht beispielhafter Lebensweg fand sein Ende.

Der DTB gedenkt der Lebensleistung von Gisela Drygala zum Wohle so vieler junger Menschen im Sport und fühlt sich eng verbunden mit ihrer Familie, ihrem Mann Willfried sowie ihren Töchtern Larissa und Irina.