Jetzt neu:
Sprossenwand - Magazin im DTB
Medien | Bildquelle: Pixabay

 

Vereinsmarketing ist einfacher als gedacht!

Tipps, Tricks und Ideen

"Marketing ist viel zu teuer und nimmt zu viel Zeit in Anspruch." 
"Nur für größere Unternehmen ist Marketing wichtig." 

Diese Aussagen hat bestimmt jeder schon einmal gehört oder sich gedacht. Jedoch ist Mar­keting speziell in der heutigen Zeit für viele Bereiche von großer Bedeutung. Es muss nicht immer mit hohen Kosten oder viel Aufwand verbunden sein, schon kleine Ver­änderungen, wie zum Beispiel eine andere Hintergrundfarbe der eige­nen Vereinswebsite, können bei den Leserinnen und Lesern viel bewirken. Mit kleinen Tipps und Tricks kann Ihr Vereins­marketing vorangetrieben und die Attraktivität Ihres Vereins gesteigert werden. 

Was ist Marketing?

Für die Allgemeinheit ist Marketing gleichzustellen mit Werbung. Doch Marketing ist viel mehr als einfach nur Werbung, diese ist ein Teil im Marketingmix. Dieser Mix beinhaltet die sogenannten "4 Ps":

  • Price,
  • Pro­duct,
  • Promotion und
  • Place.

Diese bedeuten übersetzt die Preisgestal­tung, die Produktqualität, die Ver­marktung und die Platzierung auf dem Markt. Das Ziel ist es, eine opti­male Mischung dieser vier Bereiche zu schaffen und alle Unternehmens­aktivitäten an den Kunden zu richten. Anders als die gewinnorientierten Unternehmen, welche versuchen, aktuelle und potenzielle Kunden an sich zu binden, richten sich die Marketingaktivitäten von Verbänden sowie von Vereinen an die Mitglieder oder an die Sponsoren. 

Word Cloud Marketing | Bildquelle: Pixabay

Das Vereinsmarketing umfasst hauptsächlich die Teilbereiche der Öffentlichkeitsarbeit, des Spon­sorings und der klassischen Wer­bung. Ein Verein benötigt eine attraktive und individuelle Darstel­lung seiner Angebote, um seine Mitglieder zu halten und darüber hinaus neue Mitglieder zu gewin­nen.

Ein klares Ziel ist es, sich von anderen abzuheben und die Erwar­tungen der Mitglieder zu erfüllen.

Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Corporate Identity. Diese ist ein unverwechselbares Erschei­nungsbild Ihres Vereins, welche in allen inhaltlichen, gestalterischen und formalen Unternehmensaktivi­täten abgestimmt wird. 


Die richtige Kommunikation

Der Bereich Kommunikation ist viel­seitig und kann auf unterschiedliche Art und Weise umgesetzt werden. Ein Verein hat in den meisten Fällen diverse Themengebiete und ver­schiedenste Zielgruppen. Die Kom­munikation mit den Mitgliedern, den Sponsoren sowie der Austausch der Trainer*innen untereinander ist entscheidend. Aus diesem Grund sollten die Zielgruppen gesondert angesprochen werden. 

Richtig planen

Die Gene­ration X (1966-1980), Y (1981-1995) und Z (ab 1996), welche den digita­len Wandel miterlebt haben, können über die Social-Media-Plattformen, wie Instagram®, Facebook® und Co., einfach und schnell erreicht werden. Des Weiteren ist die Ein­richtung eines digitalen Vereins­forums eine weitere Möglichkeit, um sich auszutauschen und seine Erfahrungen zu teilen. Die Babyboomer (1956-1965) und ältere Generationen, welche vor 1956 geboren sind, greifen häufiger zu Printmedien, wie Plakaten, Flyern oder Infobriefen. Planen Sie Ihre Marketingaktivitä­ten so, dass sich möglichst viele Ihrer Zielgruppen angesprochen fühlen. Ein gutes Verhältnis aus Printmedien und Onlinewerbung ist wichtig. 


Kommunikationswege | Bildquelle: Pixabay

Werbemaßnahmen für Vereine

Werbemaßnahmen begegnen uns fast täglich und nahezu überall. Selten gibt es Unternehmen ohne jegliche Werbeaktivitäten, denn schon die eigene Website oder ein Flyer ist Marketing für das Unternehmen. 

MÖGLICHKEIT PRINTMEDIEN

Eine altbekannte, aber äußerst effektive Methode der Vermark­tung sind die Printmedien. Mit Hilfe dieser Werbemethode können die weniger technikbegeisterten Ziel­gruppen informiert werden. Bei der Gestaltung der Flyer oder der Pla­kate wird besonders auf die Kern­botschaft Wert gelegt. Daher sollte diese für den Leser hervorgehoben werden. Dementsprechend können einzelne Wörter fett gedruckt oder farblich gekennzeichnet werden. Ein wesentlicher Vorteil der Print­medien gegenüber der Online­werbung besteht darin, dass sie jederzeit "offline" genutzt werden können, ohne eine Verbindung zum Internet. 

MÖGLICHKEIT ONLINEWERBUNG

Diese ist weit verbreitet, im Gegen­satz zur Printwerbung kosten­günstiger, bietet den Nutzern mehr Flexibilität und unterschiedliche Möglichkeiten der Umsetzung. 
Die eigene Vereinswebsite ist mit einer Internetverbindung jederzeit und überall aufrufbar und sollte aus diesem Grund anspre­chend und überschaubar gestaltet werden. Ein individuelles Design, wie das Vereinslogo, einen möglichen Slogan und ein klar definiertes Farbschema sind zu empfehlen. Ebenso ist eine gute und profes­sionelle Qualität der Bilder oder der Fotos zu beachten. Gleichwohl sollten die Bilder oder die Grafiken sparsam verwendet werden um die Website nicht zu überladen. Eine gute Lesbarkeit der Texte, eine pas­sende Schriftart und ein ausreichen­der Kontrast zwischen Text und Hintergrund ist zu wählen. 

Ein Vereinsnewsletter kann sowohl in gedruckter als auch in digitaler Form ein Instrument sein, um die Mitglieder auf den neuesten Stand zu bringen, indem über die Angebote, die Aktionen oder die Neuerungen im Verein informiert werden. 

Icons Onlinekommunikationsmittel | Bildquelle: Pixabay

Social-Media-Plattformen

Außerdem wird häufig auf die Social-Media-Plattformen zurück­gegriffen. Instagram®, Facebook®, Twitter® und Co. sind bekannte Plattformen und stehen kosten­los zum Download bereit. Mit ein paar Klicks ist im Handumdrehen ein Account angelegt und der ers­ten Werbung steht nichts mehr im Wege. 


MÖGLICHKEIT PR-AKTIONEN

PR steht für Public Relation, übersetzt ist das die Öffentlichkeitsarbeit. Diese Abteilung beschäftigt sich mit längerfristigen Maßnahmen, um die Beziehung zwischen den Vereinen und der Öffentlichkeit zu pflegen. Darunter gehört unter anderem die externe und interne Unternehmenskommunikation.

Ein bedeutender Aspekt im Vereinswesen sind die Sponsoren. Diese können durch unterschiedliche PR-Aktionen gewonnen und gehalten werden. Je nach Art der Aktion kann an mehrere Zielgruppen gleichzeitig herangetreten werden. Ein Tag der offenen Tür ist eine Gelegenheit, um seinen Verein zu bewerben und das Interesse potenzieller Sponsoren zu wecken. Gleichermaßen sind regelmäßige Pressemitteilungen eine Chance, neben den Sponsoren, die lokalen Medien auf Ihren Verein aufmerksam zu machen.

Wie bereits der Titel aussagt:
 "Mar­keting ist einfacher, als gedacht!" 
Probieren Sie es in Ihrem Verein aus! 

Drei wichtige Tipps für Ihr Vereinsmarketing

  1. Im Marketing gibt es kein Richtig oder Falsch. 

  2. Jedem ist die Gestaltung der Marketingaktivitäten frei überlas­sen, allerdings ist weniger oft­mals mehr. 

  3. Damit kein Durcheinander ent­steht sollte nur ein festgelegter Personenkreis für den Bereich Marketing verantwortlich sein. 

Quelle: Ü-Magazin 4/2020 Meyer & Meyer Verlag