Jetzt neu:
Sprossenwand - Magazin im DTB
Sports Club for Health | Bildquelle: Sports Club for Health

 

Online Course

Bewegungsförderung ist Gesundheitsförderung –  Online-Kurs „Gesundheitsförderlicher Turn- und Sportverein“

Diese Erkenntnis wird inzwischen in der nationalen und internationalen Präventionspolitik anerkannt. Obgleich in Deutschland bereits viele Sportvereine gesundheitsorientierten Sportangebote unterbreiten – immerhin sind es fast 40% - ist das Engagement der Sportorganisationen in europaweiter Perspektive noch unterentwickelt. Eine Studie aus dem Jahr 2018 zeigte, dass weniger als 10% der Sportvereine in Europe gesundheitsorientierte Angebote bereithalten

Vor diesem Hintergrund entstand vor mehr als 10 Jahren die Idee der „Sports Club for Health“ (SCforH) Initiative. Seitdem wurden bereits zwei von der EU geförderte SCforH-Projekte mit dem Ziel durchgeführt, Sportvereine und -organisationen zu motivieren und zu unterstützen, gesundheitsorientierte Sportangebote in ihr Programm aufzunehmen. Um dies zu erreichen, wurde von einer Expertengruppe durch Konsultationen mit verschiedenen Interessengruppen im Bereich Sportpraxis und Forschungsgruppen zur gesundheitsorientierten Bewegungsförderung (HEPA-Europe) “Leitlinien zur Gesundheitsförderung in Sportvereinen und Sportorganisationen“ entwickelt (SCforH-Guidelines“). Die SCforH-Initiative wurde inzwischen weithin als erfolgreiche Initiative anerkannt.

Das EU Projekt "Sport Clubs for Health. 2020-2022" ist jetzt auf der Schlussgeraden!

Sportorganisationen sind unverzichtbar für die Gesundheitsförderung! Aber diese Erkenntnis hat sich im europäischen Raum noch zu wenig durchgesetzt. Bereits vor mehr als 10 Jahren wurde daher eine europaweite Initiative gestartet mit dem Ziel, Sportvereine und -verbände zu ermutigen und zu befähigen, gesundheitsfördernde Aktivitäten in ihr Programm aufzunehmen. Das in diesem Zusammenhang entwickelte europaweite Projekt "Sport Clubs for Health" steht jetzt nach 3 Etappen vor einem erfolgreichen Abschluss.

Bereits vor mehr als 10 Jahren wurde eine europaweite Initiative gestartet mit dem Ziel, die Teilnahme an Sport und körperlicher Aktivität in der Europäischen Union zu steigern, indem Sportvereine und -verbände ermutigt werden, gesundheitsfördernde Aktivitäten in ihr Programm aufzunehmen. Mit dem dritten, im Rahmen des ERASMUS+ Programms geförderten SCforH-Projekt findet diese Initiative zunächst einen Abschluss. An dem Projekt sind 17 Partnerinstitutionen aus 13 Ländern beteiligt. Aus Deutschland ist der Deutsche Turner-Bund mit der Leitung einer der 6 Arbeitsgruppen beauftragt.

Im Verlauf des Projektes wurde als zentraler Baustein ein interaktiver Online-Kurs www.scforh.info entwickelt, der helfen soll, sportbezogene gesundheitsfördernde Aktivitäten zu entwickeln und einzuführen.  Der Kurs ist kostenfrei und in 25 Sprachen verfügbar. Seit seinem Start vor neun Monaten wurde der Kurs von fast 2000 Teilnehmern aus ganz Europa absolviert.

Darüber hinaus wurden Empfehlungen zur Übernahme und Anwendung des Sports Club for Health-Ansatzes in einem Lehrbuch zusammengefasst. Im vergangenen November organisierte das Projektteam online ein Symposium für Sportvereine und -verbände, an dem 116 Teilnehmer teilnahmen. Derzeit in Entwicklung sind: Sports Club for Health Country Cards, mit Daten zum aktuellen Stand der gesundheitsfördernden Sportaktivtäten in 36 europäischen Ländern; eine Datenbank zu Beispielen für gesundheitsfördernde Sportaktivitäten in europäischen Sportorganisationen und ein weiteres Symposium. Ebenso sind noch einige Publikationen zur Gesundheitsförderung durch sportliche Aktivitäten in Vorbereitung, bevor dann im November 2022 in Brüssel bei einem Abschluss-Seminar mit Politikern und Experten ein Fazit gezogen wird.