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Team Trampolinturnen

Cheftrainerin Katarina Prokesova blickt auf das Jahr 2021 im Trampolinturnen

11.02.2021 12:28

Sechs Athlet*innen konnten bei den Weltcups wichtige Qualifikationspunkte für die Olympischen Spiele sammeln und können somit noch auf eine Teilnahme in Tokio hoffen.

Katarina Prokesova | Bildquelle: Rösler
Katarina Prokesova | Bildquelle: Rösler

2020 sah sich der Leistungssport durch die Pandemie mit vielen neuen Herausforderungen konfrontiert, in einem Ausmaß, das sich niemand vorstellen konnte. Da wo man normalerweise eine langfristige Planung und Strategie verfolgt, sah man sich gezwungen, sich schnell auf die neuen Umstände durch die Pandemie einzustellen. Ziele, auf die lange hingearbeitet wurde, wurden verschoben oder gar ganz abgesagt. Vieles blieb stillstehen. Nach den ersten Lockerungen des Lockdowns waren alle glücklich, sich wieder auf den Sport konzentrieren zu können. Alle waren motiviert und nutzten die wettkampffreie Zeit effektiv, um die eigene Leistung zu steigern. Trotz den stark eingeschränkten Möglichkeiten konnten mehrere Leistungsüberprüfungen für den Perspektivkader durchgeführt werden.

Caio Lauxtermann vom SC Cottbus schaffte erstmalig die Anforderungen. Er erweitert somit den Perspektivkader um Fabian Vogel (MTV Bad Kreuznach), Matthias Pfleiderer (MTV Stuttgart), Lars Fritzsche (TGJ Salzgitter), Matthias Schuld (TG Dietzenbach), Leonie Adam (MTV Stuttgart), Aileen Rösler (MTV Stuttgart), Silva Müller (MTV Bad Kreuznach) und Isabel Baumann (SC Cottbus). Ein weiterer Platz bei den Frauen soll Mitte des Jahres besetzt werden.

Auch 2021 lässt noch keine wirkliche Planbarkeit zu, es gibt noch viele Unsicherheiten. Aber alle fiebern den internationalen Wettkämpfen entgegen. Der große Fokus liegt auf der Qualifikation für die Olympischen Spiele in Tokio. Sechs Sportler*innen konnten bei den Weltcups wichtige Qualifikationspunkte für die Olympischen Spiele sammeln und können somit noch auf eine Teilnahme in Tokio hoffen. Der Kampf um die letzten Tickets wird international hart, aber für alle gelten die gleichen Bedingungen.

Die aktuellen Weltcup-Platzierungen des Turn-Team Deutschland in der Übersicht:

Frauen

17. Platz: Leonie Adam (MTV Stuttgart)

19. Platz: Silva Müller (MTV Bad Kreuznach)

20. Platz: Aileen Rösler (MTV Stuttgart)

Männer

19. Platz: Lars Fritzsche (TGJ Salzgitter)

20. Platz: Fabian Vogel (MTV Bad Kreuznach)

24. Platz: Matthias Pfleiderer (MTV Stuttgart)

Im April steht noch eine Olympiaqualifikationsmöglichkeit für die Athlet*innen an. Der Weltcup in Brescia (Italien) ist unsere letzte Chance eine Ticket nach Tokio zu erturnen. Ungeachtet davon bilden die Europameisterschaften sowohl für die Junior*innen und Senior*innen in Sotschi (Russland) ein weiteres wichtiges Highlight in diesem Jahr.

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren und die Sportler*innen an den Stützpunkten in Kreuznach, Stuttgart, Cottbus und Salzgitter sind hoch motiviert. In ihrer Betreuung sind sie in den besten Händen und wir sind froh, dass wir für die psychologische Unterstützung Birgit Prinz und für das Stabilitäts- und funktionelle Athletiktraining „ComplexCore“ dazu gewinnen konnten.

Ausblick 2021 bis 2024

Neben den Olympischen Spielen in Tokio sind die Weltmeisterschaften für Senior*innen und Junior*innen im November in Baku (Aserbaidschan) ein weiterer internationaler Höhepunkt.

Auf dem Weg dahin hoffen wir, dass die geplanten Weltcups stattfinden können.

Auf ein breites nationales Teilnehmerfeld freuen wir uns bei den Deutschen Meisterschaften in Leipzig bei Turnen21 und den Finals 2021 in Dortmund. Dies wird vor allem für die jungen Nachwuchssportler*innen ein saisonaler Höhepunkt, die für die Olympischen Spiele 2024 in Paris in Frage kommen können.

Wir sehen die Krise durch die Pandemie als Chance mit Blick in die Zukunft. Die vermeintliche Katastrophe müssen wir jetzt in eine Zeit der Produktivität umwandeln. Der klare Fokus liegt auf den Olympischen Spielen in Tokio und der Qualifikation für diese. Daneben legen wir aber bereits frühzeitig einen Schwerpunkt auf die Vorbereitung für die Olympischen Spiele in Paris 2024. Für diesen Weg bauen wir auf unsere erfahrenen Senior*innen, sehen aber auch viel Potential bei den jüngeren Nachwuchssportler*innen.

Katarina Prokesova