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Turn-Team Deutschland

Zweimal Bronze für Varfolomeev

19.06.2022 12:20

Gymnastin des TSV Schmiden sorgt bei EM für historischen Erfolg

Darja Varfolomeev | Bildquelle: Ulrich Fassbender/Israel Gymnastics Federation
Darja Varfolomeev | Bildquelle: Ulrich Fassbender/Israel Gymnastics Federation

Mit einem historischen Erfolg für den Deutschen Turner-Bund (DTB) sind am Sonntag die Europameisterschaften in der Rhythmischen Sportgymnastik in Tel Aviv zu Ende gegangen. Die 15-jährige Darja Varfolomeev vom TSV Schmiden gewann in den Finals mit den Handgeräten zweimal Bronze und damit das erste kontinentale Edelmetall für den DTB in dieser olympischen Turnsportart seit 42 Jahren. 

Die Schülerin musste sich erst in der Entscheidung mit dem Ball mit 33,75 Punkten nur der Bulgarin Bryana Kaleyn (35,35) und der Italienerin Sofia Raffaeli (34,25) geschlagen geben. Auch mit den Keulen jonglierte Varfolomeev so gut, dass sie mit 33,15 Punkten ein zweites Mal als Dritte das Treppchen betreten durfte. Hier siegte Raffaeli mit 34,55 Punkten vor Mehrkampf-Europameisterin Daria Atamanov aus dem Gastgeberland Israel (34,25). 

Ihren dritten Auftritt mit dem Band beendete Varfolomeev nach einem Fehler mit 31,65 Punkten als Sechste. Teamkollegin Margarita Kolosov aus Potsdam präsentierte sich mit dem Ball ebenfalls sehr ansprechend und verdiente sich mit 33,45 Punkten den fünften Platz. Ihre Performance bei den Titelkämpfen beschloss die deutsche Meisterin mit einem siebten Platz mit dem Reifen (31,95). 

"Wir sind sehr glücklich mit dem Abschneiden der Einzelgymnastinnen", sagte DTB-Sportdirektor Thomas Gutekunst. "Sie konnten den positiven Trend, den sie schon in den World und Challenge Cups gezeigt haben, mit großartigen Leistungen fortsetzen." Die beiden Medaillen von Varfolomeev seien herausragend, aber auch die Finalresultate von Kolosov seien sehr hoch zu bewerten. "Im Mehrkampf hat sie noch Potenzial." Melanie Dargel von der TG Worms, die in der Qualifikation mit den Keulen antrat, habe wichtige Erfahrungen gesammelt. 

Die Gruppe habe nach dem guten siebten WM-Platz im vergangenen Jahr als EM-Zwölfter einen Rückschritt verzeichnen müssen. "Die Vorbereitung war schwierig, und entsprechend konnten wir hier nicht so abschneiden, wie wir uns das gewünscht hätten", sagte Gutekunst. "Das werden wir analysieren und dann schnell den Fokus auf die WM in Sofia richten."

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