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Rhönradturnen

Rhönrad-WM: Deutschland räumt auch im Einzelfinale ab

01.06.2022 21:15

Am letzte Wettkampftag zeigten die besten Turner*innen der Welt ihre Leistungen in den Einzelfinals.

Foto: Marek Krings

Am Samstag war auch schon der letzte Tag der WM gekommen - nach einer aufregenden und schönen Woche in Dänemark. Am Vormittag ging die Jugendturner*innen an den Start, am Nachmittag waren die Senior*innen gefragt. 

Die beiden deutschen Jugendturner durften an diesem Tag erneut einen Dreikampf turnen, da sie sich für alle Einzelfinals qualifiziert hatten. Jamal Kiel turnte eine saubere Spiralekür ohne Stürze durch und durfte sich über den 1. Platz in dieser Disziplin freuen. Im Sprung landete er zusammen mit dem Schweizer Laurin Gerber auf Platz 3. In der Geradekür verpasste er leider das Treppchen mit dem 4. Platz, aber konnte sich noch mit 0,05 Punkten vor seinem Teamkollegen Bero Schröter absetzen, der Platz 5 errang. Für Bero lief es leider im Einzelfinale Spirale und Sprung nicht ganz optimal, wodurch er in beiden Disziplinen auf Platz 6 landete.

Bei den Jugendturnerinnen konnten sich 4 deutsche Turnerinnen in den Einzelfinals präsentieren. Im Sprung zeigte Mia Schmidt mit ihrem perfekten Strecksalto rückwärts mit 1/1 Drehung, dass sie hier eine Klasse für sich ist und sicherte sich mit Abstand den 1. Platz in dieser Disziplin. Emma Gerlitz zeigte auch einen guten Sprung im Finale und errang Platz 5. Sie konnte allerdings in ihrer Paradedisziplin Spirale wieder ihre Stärke zeigen und wurde mit Gold belohnt. Auf Platz 2 landete Ella Köhler, die ebenfalls eine tolle und schwierige Spiralekür zeigte. Sie ging ebenfalls im Gerade-Einzelfinale an den Start. In diesem hart umkämpften Teilnehmerfeld konnte sie mit einer fast fehlerfreien Kür den 3. Rang erzielen. Die Siegerin im Gerade-Finale hieß allerdings Lea Gmeiner: sie turnte die Höchstwertung von 12 Punkten und kann sich nun verdient Weltmeisterin im Geradeturnen nennen.

Am Nachmittag waren dann die erwachsenen Starter*innen an der Reihe. Bei den Herren war Malte Schröder der einzige deutsche Turner, der sich für alle drei Finals qualifizierte. Den Weltmeistertitel konnte er mit einer sehr guten Kür in der Spirale holen. Im Sprung reichte es trotz Doppelschraube "nur" für den 2. Platz hinter dem Japaner Ryuichi Goto, der nur mit 0,05 Punkten die Goldmedaille gewann. Im Musikkürfinale konnte Malte seine Leistungen nicht komplett abrufen, turnte aber trotzdem eine gute Kür und landete auf Platz 5. Teamkollege Luca Christ konnte in dieser Disziplin noch eine Medaille mit nach Hause nehmen: seine Pink Panther Musik bescherte ihm Platz 3 und somit Bronze. Im Sprungfinale konnte er einen guten 4. Rang erreichen. Bei den Herren gab es auch noch eine Silbermedaille: Johannes Stolper zeigte eine sehr saubere Spiralekür und freute sich zurecht über Platz 2.

Bei den Frauen gelang Sarah Metz als erfahrene WM-Teilnehmerin der Sieg im Sprungfinale, wo sie ihren konstant guten Sprung zeigte. Im Spiralefinale zeigte Lilia Lessel eine perfekte Spiralekür mit Höchstschwierigkeiten, die ihr die Goldmedaille in dieser Disziplin sicherte. Platz 3 im Spiralefinale erturnte sich Isabel Pietro, die ebenfalls eine starke Übung aufs Parkett legte. Im Musikkürfinale brachte Isabel die Halle zum Jubeln, allerdings reichte es trotzdem nur für Platz 4. Der Weltmeistertitel in dieser Disziplin ging überraschenderweise gleich an drei Turnerinnen: Karina Peisker ergang hier mit einer tolle Kür Platz 1 zusammen mit der Österreicherin Brigit Halwachs und der Japanerin Aya Horiguchi. Karina konnte sich ebenfalls über Platz 3 im Sprungfinale freuen.