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Willkommen beim Deutschen Turner-Bund

Mit Hilfe dieses Menüs können Sie sich im umfangreichen Themenspektrum der DTB-Website orientieren.

 

Aktuelles

Covid 19

Wiedereinstieg in die Probenarbeit

Zwei DTB-Leitfäden für Turnermusikvereine und -abteilungen

Nach der langen probenfreien Zeit, ohne Konzerte und Umzüge, gibt es nun Licht am Horizont. Die Kontaktsperre wird von den Behörden gelockert und Schritt für Schritt kann ein Wiedereinstieg in das vereinsbasierte Musizieren erfolgen. Der Deutsche Turner-Bund (DTB) hat hierfür zwei Leitfäden - Übergangsregeln und eine Organisationshilfe - für Vereinsangebote im Musik und Spielmannswesen entwickelt. 

Die Übergangsregeln beschreiben in zwei Stufen die Wiederaufnahme der musikalischen und choreografischen Probenarbeit in den DTB-Musikvereinen und Musikabteilungen. In der Stufe 1 geht es um erste Angebote im Freien oder für kleine Gruppen in geschlossen Räumen. Die Stufe 2 beschreibt einen weiteren Schritt der Öffnung der Probenarbeit in geschlossenen Räumen, die noch nicht im gewohnten Umfang wie vor der Coronapandemie stattfinden kann, aber eine Perspektive für die Orchester bietet. 

Für die praktische Umsetzung im Verein wurde eine Organisationshilfe entwickelt, die die Aufstellung eines vereinseigenen Hygienekonzeptes erleichtert. Anhand einer Checkliste können die Probenleiter, Stabführer und Dirigenten erkennen, welche Dinge für einen ordnungsgemäßen Ablauf einer Probe notwendig sind.

Allerdings sind vor der Aufnahme des Probenbetriebes zwingend die Verordnungen des jeweiligen Bundeslandes zu prüfen. Die örtlichen Anordnungen gehen den Empfehlungen des DTB-Leitfadens vor. 

DTB-Bundeslehrgang Blasmusik

Treffen der Blasmusikszene

Ein bundesweites Treffen für die Blasmusikszene im DTB, das soll der neue Bundeslehrgang Blasmusik vom 28. bis 30. August 2020 sein. Als Dozent wird Oliver Nickel, ein Schrittmacher der Blasmusik in Deutschland, mit den Teilnehmern in der Turner-Musik-Akademie Altgandersheim diese Themen erarbeiten:

„Wo stehen wir mit der Blasmusik in Deutschland und wie können wir sie weiter voranbringen?“ Unter dieser Fragestellung werden im Bundeslehrgang Blasmusik verschiedene Aspekte der Blasmusik behandelt. Die „werkgetreue“ Interpretation von neuen aber auch älteren Originalkomposition, die den Komponisten und das Herkunftsland mit seinem spezifischen Klangideal näher beleuchten, wird eine große Rolle spielen. Dabei wird kritisch zu hinterfragen sein, wie ein Blasorchester überhaupt klingen soll. Ebenso sinnvoll wie wichtig kommt dem Thema „Programmgestaltung“ eine zentrale Bedeutung zu. Weitere Aspekte werden z.B. die Sitzordnung im Blasorchester, die historische Genese des Blasorchesters oder der allgemeine kulturelle Auftrag eines (Vereins-)Blasorchester sein. 

All diese Punkte werden vorrangig im gemeinsamen Musizieren erarbeitet, in dem Werke verschiedenster Art, von Originalwerken über Transkriptionen bis zu Arrangements, geprobt und besprochen werden. All diese Punkte sind es auch wert, um über sie zu nachzudenken und das eigene Musizieren mit dem bzw. im Orchester zu reflektieren. So richten sich die Inhalte vor allem an motivierte und interessierte Dirigenten (mit oder ohne Ausbildung/Studium), die ihr Wissen um die Blasmusik erweitern möchten. Genauso eingeladen sind Vorsitzende, Ausbilder, Mitglieder der Literaturkommissionen, die neue Inhalte kennenlernen möchten und diese als Impulse mit in ihren Heimatverein tragen können. 

Bei Bedarf steht natürlich genügend Zeit für fachliche Fragen und Übungen rund um das Dirigierhandwerk zur Verfügung. Der vollumfängliche Besuch des Lehrgangs gilt zudem als Verlängerung der Übungsleiterlizenz. Der Besuch des Lehrgangs ist nicht an eine Verbandsmitgliedschaft gebunden. 


12. bis 16. Mai 2021 Deutsches Turnfest Leipzig

Fünf Tage Turnfest erleben

Leipzig. Vom 12. bis 16. Mai 2021 wird Leipzig Austragungsort des nächsten Deutschen Turnfestes sein. Diesmal wird einiges anders sein: Das Turnfest wird fünf Tage dauern und ist damit kürzer als sonst. Außerdem liegt die Veranstaltung diesmal in der Himmelfahrtwoche und dauert von Mittwoch bis Sonntag. Das Fest beginnt am Mittwoch, den 12. Mai mit dem Festzug und der Eröffnungsveranstaltung. Von Donnerstag bis Samstag können sich Orchester beim Wertungsmusizieren und Musizieren in kleinen Gruppen von einer Jury bewerten lassen. Am Freitag wollen wir uns bei der Stadiongala beteiligen und Showvorführungen zeigen. Unser Ziel ist in der 42 000 Besucher fassenden Red Bull Arena alle Turnermusiker in einem eigenen Block spielen zu lassen. Das wird ein ganz starkes Gemeinschaftserlebnis sein, wie zuletzt beim Turnfest Berlin´87.  

Für den Bereich „Marsch und Show“ wird am Samstag erstmals die DTB-Meisterschaft ausgetragen, die als Qualifikationswettbewerb für die Deutschen Meisterschaften der BDMV und der Weltmeisterschaften der WAMSB anerkannt werden soll. Ein musikalischer Höhepunkt wird wieder das Turnfestkonzert des Sinfonischen Landesblasorchesters des Hessischen Turnverbandes am Samstag Abend sein. Anschließend sind alle Turnermusiker eingeladen, einen Kameradschaftsabend zu feiern. Am Sonntag wird das Turnfest mit der Siegerehrung und der offiziellen Abschlußveranstaltung enden.

Deutsches Musikfest

Spielleuteorchester des TV Michelbach bestes DTB-Orchester

Osnabrück. Der Wanderpokal für das "Beste DTB-Orchester" geht an das Spielleuteorchester des TV 1901 Michelbach e.V.. Mit 93 Punkten erhielten die Spielleute aus Unterfranken für ihre Konzertwertung beim Deutschen Musikfest in Osnabrück die höchste Punktzahl im Vergleich zu allen anderen DTB-Orchestern. Der neu gestiftete Wanderpokal des Deutschen Turner-Bundes wird jeweils bei Deutschen Meisterschaften und DTB-Meisterschaften neu vergeben. Das Deutsche Turnfest 2021 in Leipzig ist die nächste Möglichkeit für die Turnermusiker diesen Pokal zu erringen.


Deutsches Musikfest

Turnermusiker erringen zwei Deutsche Meistertitel

Osnabrück. Beim Deutschen Musikfest vom 30. Mai bis 2. Juni 2019 landeten gleich drei Turnerspielmannszüge auf den ersten Plätzen. In der Marschmusikwertung Liga 1 errang der SG Mittenwalde Spielmannszug 1926 e.V. aus Brandenburg den Titel Deutscher Meister, in der Marschmusikwertung Liga 2 holte der Spielmannszug Sachsensiedlung 1964 e.V. aus Mühlhausen in Thüringen den Sieg und bei der Konzertwertung für gemischte Besetzung wurde das Spielleuteorchester des TV 1901 Michelbach e.V. aus Bayern Deutscher Meister. Bei den Wettbewerben im Bereich Marsch und Show müssen die Orchester auf dem Rasen eines Stadions einen vorgebenen Parcours absolvieren. Neben der Musik sind exakte Schwenkungen, gleichmäßiger Antritt und einheitliche Bewegungen Kriterien bei diesem Wettbewerb. Insgesamt starteten 9 DTB-Orchester bei den Wettbewerben. Weitere drei Orchester nahmen am Wertungsspiel teil, bei dem es auschließlich um die Konzertwertung geht. Und zwei Vereine wirkten bei den Platzkonzerten und beim Festumzug mit. "Alle teilnehmenden Turnerorchester haben gute Leistungen gezeigt", freut sich Holger Scheel, Vorsitzender des Technischen Komitees Musik und Spielmannswesen im Deutschen Turner-Bund, über den Erfolg der Turnermusiker. 

Die Turnermusiker trafen sich am Samstag abend nach den Anstrengungen bei den Wettbewerben zum Feiern. Das Blasorchester des TV Runkel aus Hessen spielte Stimmungsmusik und viele Turnermusiker kamen und feierten bis Mitternacht. Viele neue Freundschaften knüpften die Teilnehmenden bei dieser Gelegenheit. Zum Abschluß des Deutschen Musikfestes stellten sich bei der "Stunde der Turnermusik" zwei Orchester vor: Der SG Mittenwalde Spielmannszug 1926 e.V. und die Spielgemeinschaft aus den Blasorchestern des TV 1848 Gimbsheim zusammen mit den Musikfreunden Zornheim. 

 


Deutsches Musikfest

Wertungsmusizieren auf hohem Niveau

Osnabrück. Im Gegensatz zu den Meisterschaften haben Wertungsspiele keinen Wettbewerbscharakter. Hier werden im Anschluß an die Darbietungen der Orchester Kritikgespräche mit den Dirigenten geführt, um auf diese Weise Hilfestellung für eine Optimierung des Klangkörpers zu geben. Auch Turnermusiker beteiligten sich an den Wertungsspielen. Der Spielmannszug des MTV Stederdorf von 1893 e.V. aus Niedersachsen beeindruckte die Wertungsrichter mit seiner Leistung. Die Blasorchester des MSG Peine aus Niedersachsen und Lemberg aus der Pfalz nahmen ebenfalls am Wertungsspiel teil.

Blasorchester Lemberg /Pfalz e.V.           Kategorie 3  

Bright Sunny Days / Andrew Boysen

Cassiopeia / Carlos Marquez

Mit sehr gutem Erfolg teilgenommen

Spielmannszug MTV Stederdorf von 1893 e.V.        Kategorie 3    

Canon Flutes & Percussion Rock / Pachelbel Arr. Rob Baalfort

Limerick Dances / Tobias Lempfer              

Mit hervorragendem Erfolg teilgenommen

Stadtorchester Peine - Musik- und Sportgemeinschaft von 1992 e.V.                Kategorie 4  

About Reynard the Fox / Kevin Houben

Devil´s Tower / Thomas Doss                

Mit hervorragendem Erfolg teilgenommen

 

 


Osnabrück. Der frischgebackene Deutsche Meister Spielmannszug der SG Mittenwalde 1926 trat bei der "Stunde der Turnermusik" auf. In der Marschwertung Liga 1 errang der Verein bei den Deutschen Spielleutemeisterschaften Platz 1.
Osnabrück. Der DTB präsentierte sich bei der "Stunde der Turnermusik". Die Spielgemeinschaft der Blasorchester TV 1848 Gimbsheim und der Musikfreunde Zornheim aus Rheinhessen beim Platzkonzert.
Osnabrück. Nach den Wettbewerben wurde gefeiert: Auf der Tumu-Fete ging es hoch her, die Stimmung war spitze und es wurde gesungen. Turnermusiker sind textsicher. "Das Blasorchester des TV Runkel aus Hessen ist die beste Stimmungskapelle des Musikfestes", freute sich Holger Scheel vom DTB.

Deutsches Musikfest

Drumbattle - ein neuer Wettbewerb begeistert die Zuschauer

Die Sieger standen sofort fest: Erster Deutscher Meister beim Drum Battle wurde "Spirit 52 Showband Rastede", Zweiter wurde das "Red Icefield Drum Corps Langenberg". Auch die Turnermusiker schickten zwei Teams ins Rennen. Die "SpeedstiXX" vom SV Gernrode wurden Dritter und die "Beats 26" von der SG Mittenwalde Vierter. Den Zuschauern gefiel der direkte Vergleich der Trommlergruppen und sie feuerten die Teams beim Wettstreit an. Es stehen sich immer zwei Trommlergruppen gegenüber und es kommt jeweils nur ein Team weiter. Die Wertung wird von den Kampfrichtern sofort nach den Darbietungen angezeigt, in dem sie die Hand eines Teammitglieds hoch heben, ähnlich wie beim Boxen. 


Zum Bundeslehrgang Spielleute trafen sich in der Turner-Musik-Akademie im Oktober 2019 wieder viele interessierte Musiker. Unter der Leitung von Florian Schulte und den Dozenten Dirk Mattes und Patrick Wirth wurde neue Spielleuteliteratur eingespielt.

Bundesmusikverband Chor & Orchester

Neuer Dachverband Amateurmusik gegründet

BDC und BDO haben sich zusammengeschlossen und bilden nun einen großen Dachverband der Amateurmusik in Deutschland. In dem neuen „Bundesmusikverband Chor & Orchester e.V“. haben Politik und Kulturinstitutionen einen zentralen Ansprechpartner für die Themen des Amateurmusizierens.

Gotha. Die Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände (BDC) und die Bundesvereinigung Deutscher Orchesterverbände (BDO) haben sich nach einer mehrjährigen Phase enger Kooperation nun zu einem großen Dachverband der Amateurmusik zusammengeschlossen. Seine Mitglieder sind insgesamt 20 sehr unterschiedliche Bundesfachverbände des vokalen und instrumentalen Musizierens, darunter so große Verbände wie der Deutsche Chorverband (DCV) oder die Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände (BDMV). Insgesamt vertritt der neue Bundesmusikverband Chor & Orchester gut 3 Mio. Aktive in 100.000 Ensembles in Deutschland. Auch der Deutsche Turner-Bund ist mit seinem Fachgebiet Musik und Spielmannswesen Mitglied im Bundesmusikverband. Walter Wich-Herrlein, stellvertretender Vorsitzender des Technischen Komitees Musik und Spielmannswesen, vertrat den DTB bei der Gründungsversammlung in Gotha.

Mit Benjamin Strasser MdB wurde in der Gründungsversammlung am 29. März 2019 in Gotha ein Vertreter der jungen Generation zum Präsidenten gewählt. Der 32-jährige Jurist und Innenpolitiker singt selbst im Kirchenchor seiner Heimatgemeinde Berg (Kreis Ravensburg) mit und spielt Violine. Strasser stellt das Gemeinsame von „Chor“ und „Orchester“ in den Vordergrund: „Ich möchte die vielen Millionen Menschen in Deutschland, die in ihrer Freizeit Musik machen, im Bewusstsein von Politik und Öffentlichkeit sichtbar machen und stärken. Die Amateurmusikerinnen und Amateurmusiker sind in kultureller ebenso wie in sozialer Hinsicht ein unverzichtbarer Baustein unserer Gesellschaft. Das gilt für Chöre, Orchester und Musikvereine gleichermaßen.“

Vizepräsidenten des neuen Verbandes sind KMD Christian Finke (Chorverband der Evangelischen Kirche in Deutschland, CEK) und Heiko Schulze (BDMV). Die vormaligen Geschäftsstellen von BDO und BDC in Trossingen und Berlin führt der Bundesmusikverband weiter. An beiden Standorten sind insgesamt neun hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit der Interessenvertretung der Amateurmusik nach außen und der Vernetzung der Mitgliedsverbände untereinander beschäftigt. Außerdem steht der Bundesmusikverband hinter Veranstaltungen wie den Tagen der Chor- und Orchestermusik, dem Deutschen Musiktreffen 60plus, dem Bundeswettbewerb Auswahlorchester oder dem Internationalen Kammerchor-Wettbewerb Marktoberdorf, er führt das Antragsverfahren der Zelter-Plaketten und der Pro-Musica-Plaketten durch und ist Programmpartner bei „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“.

 

WAMSB Weltmeisterschaft 2019

Calgary begeisterte Turnermusiker

Die Weltmeisterschaft der „World Association of Marching Show Bands“ (WAMSB) fand dieses Jahr vom 4. bis 8. Juli in Calgary (Kanada) statt. WAMSB-Präsident Robert Eklund betonte in der Eröffnungsveranstaltung, dass das Niveau der WM seit Jahren kontinuierlich steigt und er sich sicher ist, dass es auch dieses Jahr so sein wird. Vor Teilnehmern aus Mexico, Taiwan, Polen, Deutschland, den Niederlanden und aus dem Gastgeberland Kanada eröffnete er in einer unkonventionellen Zeremonie die Veranstaltung.

Die Weltmeisterschaft fand in Calgary in unmittelbarer Nähe zur Stampede auf dem Festivalgelände im Saddledome statt. Die „Calgary Stampede“ findet jedes Jahr Anfang Juli statt und ist nach eigenem Bekunden das „größte Outdoor-Festival der Welt“. Rund 1,5 Millionen Besucher kommen jedes Jahr in die größte Stadt der kanadischen Provinz Alberta. Sie wird am ersten Freitag im Juli traditionell mit einer Parade eröffnet. Der Umzug ist rund 4 km lang mit rund 4.000 Teilnehmern und mehr als 1.000 Pferden. Im Zug liefen alle WM-Teilnehmer mit. Traditionell führte die Calgary Stampede Show Band die Parade an. Für alle am Marschwettbewerb teilnehmenden Bands gab es gleich die erste Prüfung. Auf rund 150 m bewertete die Jury die Genauigkeit und Ausstrahlung der Band.  Anschließend ging es unter Applaus der am Straßenrand stehenden Gäste weiter auf den 4 km langen Kurs.  Die Kanadier sind generell sehr gastfreundlich und stolz auf ihre Nation. Die kanadische Fahne ist dort überall gegenwärtig. Im Zug marschierten die kanadische Armee, die „Mounties“ und die Feuerwehr mit. Als diese vorbeimarschierten, standen alle vor Respekt auf. Auch Besucher anderer Länder, die auf Grund mitgebrachter Fahnen als Ausländer erkannt wurden, wurden freundlich begrüßt.

Am Freitagnachmittag fand vor dem Saddledome das Drumbattle statt. Gewinner des Drumbattles wurde die Calgary Stampede Show Band. Den zweiten Platz belegte die Calgary Stetson Band vor dem Fanfarenzug Greiz aus Thüringen. 

An den nächsten zwei Tagen fanden die Vorausscheidungen für die Showwertungen statt. Alle deutschen Teilnehmer schafften den Sprung ins Finale.  Am Sonntag fand außerdem noch die Marschwertung im Saddledome statt. Den ersten Platz belegte der Fanfarenzug des KSC Strausberg vor dem Fanfarenzug Dresden. Den dritten Platz belegte der Spielmannszug aus Hettstedt (Sachsen-Anhalt).

Mit Spannung wurde nun der Montagabend erwartet. Die Showwertung stand auf dem Programm  als Höhepunkt und Abschluss der WM. Viele der anwesenden Band waren nur dafür nach Calgary gekommen.  In mehreren Stunden zeigten alle Bands ihr Können. Besonders  überzeugen konnte die Calgary Stampede Show Band, die verdientermaßen Weltmeister wurden. Im Rahmen der Siegerehrung wurde Nadja Tschök  vom Fanfarenzug Dresden als bester Drum Major 2019 (Stabführer) ausgezeichnet vor Robin Vogel vom Fanfarenzug Greiz.

Ergebnisse der DTB-Teilnehmer:

Hettstedter Spielmannszug Blau-Weiß 1919 e.V. = 3. bei der Marschparade und 8. im Showfinale

Fanfarenzug Greiz e.V.                                           = 4. bei der Marschparade, 10. im Showfinale und 3.  beim Drum Battle

Ostseefanfaren des KJFZ Sellin e.V.                      = 6. bei der Marschparade


23. Thüringer Musikkontest

11 Klangkörper kämpften um die Meistertitel

Die Thüringer Landesmeisterschaft fand in Klengel-Serba, beim dortigen 1955 gegründeten Spielmannszug, statt. Klengel-Serba ist eine kleine Gemeinde mit knapp 1.000 Einwohnern im Saale-Holzlandkreis in der Nähe des Hermsdorfer Kreuzes der Autobahnen A4 und A9. Für die Thüringer Turnermusiker war es auch schon die 23. Landesmeisterschaft.

An der Veranstaltung waren 11 Klangkörper aus 9 Vereinen beteiligt. Die Spielmannszüge Sachsensiedlung Mühlhausen und Spielleute-Union „Frisch voran“ Schmölln/Gößnitz brachten auch ihre Nachwuchszüge mit. Die Schalmeien-Kapelle Rüdersdorf und das Drum-Corps der Stadt Mühlhausen bereicherten mit ihrer Präsentation in der offenen Wertungsklasse das musikalische Programm für die gut 1.500 Besucher und mitgereisten Fans.

Die Landesmeister 2019 sind bei den Fanfarenzügen der Verein für Fanfarenmusik Bachra mit 90.65 Punkten vor dem Fanfarenzug Greiz mit 89.60 Punkten, gefolgt vom Fanfarenzug Gera, 86.00 Punkte.

Bei den Nachwuchsspielmannszügen erkämpfte sich die Sachsensiedlung Mühlhausen mit 73.80 Punkten vor der Spielleute-Union „Frisch voran“ Schmölln/Gössnitz 72.88 P. den Titel. Auch bei den Erwachsenen- Spielmannszügen heißt der Landesmeister Sachsensiedlung Mühlhausen mit 74.72 Punkten  vor der Spielleute-Union „Frisch voran“ Schmölln/Gössnitz mit 74,27 Punkten, dann der Spielmannszug Gehren/Geraberg mit 71.60 Punkten, gefolgt von der SV Klengel-Serba mit  70.37 Punkten.

Erfreut über die gezeigten Leistungen, das öffentliche Interesse und die sehr gute Vorbereitung durch den gastgebenden SZ Klengel-Serba zeigte sich der Stellvertretende Vorsitzende des Technischen Komitee´s Musik und Spielmannswesen des DTB, Walter Wich-Herrlein.

Im kommenden Jahr ist nun die Schalmeien-Kapelle Rüdersdorf am 27.06.2020 Gastgeber und Ausrichter des 24. MusikKontestes der Turnerspielleute des Freistaates Thüringen.

Ergebnistabelle Musikkontest 2019:    t3://file?uid=103016


Buchvorstellung

Leidenschaft fürs Leben

Zapfenstreich für Leo Ertel

Berlin. Ostdeutsche Spielleute schrieben Geschichte. Vor 1990 und auch danach. Leo Ertel hat sie notiert, Dokumente beigebracht und Zeitzeugen gebeten, sich ebenfalls zu erinnern. Von 1970 bis 1999 leitete er den Fanfarenzug Potsdam, einen der erfolgreichsten Klangkörper seiner Art in Deutschland. Mit ihm wurde Ertel elf Mal Meister der DDR und drei Mal Weltmeister. Sechs Mal gewann der Potsdamer Fanfarenzug unter seiner Stabführung den Europa-Pokal, 1991 wurde Leo Ertel mit dem Europäischen Dirigenten-Preis ausgezeichnet. Er wollte über die Spielleute unterm Dach des DTSB berichten und wie diese in die deutsche Einheit kamen. Schließlich hatte der Potsdamer Fanfarenzug als erster Verein aus dem Osten auf internationaler Bühne für Furore gesorgt. Doch bevor Leo Ertel das Manuskript fertiggestellt hatte, verstarb er Ende 2016 völlig überraschend. Seine langjährigen Freunde und Weggefährten Bernd Schenke und Dieter Frackowiak schlossen seine Arbeit ab. Es ist Leo Ertels Vermächtnis. Dieser hat, wie die Kondolenzen aus aller Welt zeigten, sich um die Spielleutebewegung in Deutschland verdient gemacht.

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Dieter Frackowiak

Dieter Frackowiak, Jahrgang 1939, Lokomotivschlosser, Ingenieurökonom, Berufssoldat, zuletzt Abteilungsleiter im Ministerium für Nationale Verteidigung der DDR. Ehrenamtlich tätig für die Spielleute des DTSB der DDR von 1975 bis 1990, Mitglied des Bundesausschusses Musik und Spielmannswesen des DTB e. V. von 1990 bis 1996, Landesfachwart Musik und Spielmannswesen im Märkischen Turnerbund e. V. von 1996 bis 2003, Koordinator Spielleute beim Präsidium des Landesmusikrates Brandenburg e. V. seit 1997.

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Bernd Schenke

Bernd Schenke, Jahrgang 1939, Elektromaschinenbauer, Diplom¬journalist, Diplomsportleher und Diplomaußenwirtschaftler. Sektorenleiter Spielleute beim Bundesvorstand des DTSB der DDR von 1968 bis 1976. Direktor der Kammer für Außenhandel der DDR, Vizepräsident des Musik- und Spielleuteverbandes des DTSB der DDR 1990; Pressesprecher/Chefredakteur der Industrie- und Handelskammer Potsdam von 1989 bis 2004; Vizepräsident des Märkischen Turnerbundes Brandenburg e. V. seit 1990.

Verlag am Park Berlin, 130 Seiten, 12,5 x 21 cm, brosch. mit Fotos


Förderprogramm Musik für alle

Die Bundesvereinigung Deutscher Orchesterverbände möchte Kindern und Jugendlichen den Zugang zu kultureller Bildung ermöglichen, indem diese mit dem Erlernen eines Instrumentes oder durch das gemeinsame Singen die Freude am Musizieren entdecken. Dafür stehen bis 2022 fünf Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung. „Musik für alle!“ ist Teil des umfassenden Programms „Kultur macht stark – Bündnisse für Bildung“ des Bundesbildungsministeriums.

Förderfähig sind neue musikalische Projekte, die in lokalen Bündnissen von mindestens drei Akteuren durchgeführt werden. Zu einem solchen Bündnis schließen sich beispielsweise ein Orchester, eine Kita und eine Kirchengemeinde zusammen, um bildungsbenachteiligten Kindern zwischen drei und 18 Jahren mit außerschulischen Angeboten Musik näherzubringen. Konkrete Maßnahmen reichen vom Kennenlernen verschiedener Instrumente über das Singen und Musizieren in der Gruppe bis hin zur Ferienfreizeit, in der die Kinder zum Beispiel ein Musical erarbeiten und aufführen.