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Sprossenwand - Magazin im DTB

Februar 2022

Was sind nun die konkreten Ergebnisse und Erkenntnisse der bisherigen Arbeit im Prozess „Leistung mit Respekt“?

Erste Prämisse war die Einbindung aktiver wie ehemaliger Athlet*innen und des unmittelbaren Umfeldes, um anhand der Erfahrungsberichte etwaige Missstände und Verbesserungspotentiale zu identifizieren.
Im September und Oktober 2021 fand dazu eine deutschlandweite Befragung von Trainer*innen, Funktionär*innen, (ehemaligen) Athlet*innen und Eltern der vier olympischen Sportarten sowie der World Games Sportarten statt. Im Fokus standen die Themen aktuelles Wohlbefinden, aktuelle Zufriedenheit mit der eigenen Situation, aktuelles Klima im und um das Training herum, Erfahrungen bzw. Beobachtungen psychischer Gewalt sowie Erwartungen an den DTB in der Zukunft. Mit über 4.000 Teilnehmenden weist die Befragung eine starke Beteiligung auf. Die Ergebnisse werden im Rahmen des 2. Forums Leistung mit Respekt am 2. April 2022 vorgestellt. Ein regelmäßiger persönlicher Austausch mit ehemaligen und aktiven Athlet*innen gewährleistet zudem ein direktes Feedback, dass direkt in die Ausbildungskonzeption einfließt und der stetigen Weiterqualifizierung der Trainer*innen dient. Diskutiert wird noch, ob dieses Format in Form eines Betroffenenbeirates verstetigt werden soll.

Der DTB hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Athlet*innen noch mehr in den Mittelpunkt des Handelns zu stellen. Der gesamte Trainingsprozess mit dem Ziel, international konkurrenzfähig zu sein, soll so gestaltet werden, dass vom Beginn bis zum Ende der Karriere das Kindeswohl und die Persönlichkeitsrechte und -entwicklung der Athlet*innen gewährleistet sind.
Dazu wird der Prozess „Leistung mit Respekt" von übergeordneten Gremien eng begleitet und beraten. Trainer*innen der olympischen Sportarten, (ehemalige) Athlet*innen, externe Expert*innen, Vertreter*innen aus der Wissenschaft und der ministerialen Verwaltung sowie Funktionär*innen des DTB besetzen den Beirat und die Steuerungsrunde. In sieben begleitenden, interdisziplinär besetzten Arbeitsgruppen wurden zudem zentrale Themenfelder fokussiert, die aktuelle Situation analysiert und Vorschläge für konkrete Maßnahmen zur Verbesserung entwickelt. Teilweise befinden sich diese auch schon in oder kurz vor der Umsetzung. Dazu gehört unter anderem die Entwicklung eines Trainer*innen-Leitbildes mittels eines partizipativen Prozesses oder die Entwicklung von Best-Practice-Beispielen zum Ausbau regionaler Netzwerkstrukturen zum Schutz vor Gewalt. Über den aktuellen Sachstand der einzelnen Arbeitsgruppen wird in einem verbandsinternen Newsletter regelmäßig berichtet, der auch auf der DTB-Website veröffentlicht ist.

Der Austausch mit anderen Institutionen, die sich dem Schutz vor interpersonaler Gewalt verschrieben haben, ist ein wichtiger Baustein.
Im November 2021 konnte das Projekt „Leistung mit Respekt“ im Rahmen des dsj Forums „Safe Sport“ vorgestellt werden. Innerhalb des Projekts „Aufarbeitung sexualisierter Belästigung und Gewalt in Sportverbänden und -vereinen“ von DOSB und dsj beteiligt sich der DTB an der Entwicklung von Leitlinien zur Aufarbeitung für Sportverbände und -vereine.

Die Strukturen und Prozesse der Bundesstützpunkte (BSP) werden intensiv betrachtet, überprüft und vor dem Hintergrund der Weiterentwicklung durchleuchtet.
Im Zuge der Überprüfung der Strukturen und Prozesse an den BSP, die vorrangig im Verantwortungsbereich der AG Bundesstützpunkte liegt, wurden die Themen „Athleten- und Erziehungsberechtigtenmanagement“, „Personal“, „Internat und Schule“, „Klärung der Verantwortlichkeiten“ und „Zusammenarbeit OSP, LSB, DTB, LTV“ als maßgeblich definiert. In diesen Themengruppen wurden konkrete Verbesserungsmaßnahmen sowie Leitfäden und Orientierungshilfen erarbeitet. Unter anderem sind dies Kommunikations- und Gesprächsleitfäden, Standards für ein gelingendes Aufnahmeprozedere an einem BSP oder Vorgehen beim Ausscheiden aus dem Leistungssport. Diese standardisierten Prozesse sollen ab dem 2. Quartal ausgerollt und an allen Stützpunkten Geltung haben. Des Weiteren wurden allgemeine Vorgaben für Elterngespräche definiert und an den ersten Stützpunkten regelmäßige Elternsprechtage eingeführt, um diesbzgl. die Kommunikation zu verbessern.

Die Aufgabenteilung und Kompetenzabgrenzung zwischen Anstellungsträger und Spitzenverband, welche nicht immer ein und dieselbe Institution sind, muss bei zukünftigen Anstellungsverhältnissen klar geregelt sein.
Hierfür wurde für Trainer*innen mit klarem Fokus auf die Betreuung von Bundeskaderathlet*innen in Abstimmung mit dem DOSB und dem Bund die Zielrichtung abgestimmt, diese ins Anstellungsverhältnis beim Spitzenverband zu bringen. An den BSP Berlin (Gerätturnen männlich) und seit Ende 2021 in Chemnitz (Gerätturnen weiblich) sind erste Stellen dieser Art umgesetzt, weitere sollen folgen.

Der DTB erachtet es darüber hinaus als erforderlich, eine unabhängige Struktur zum Schutz vor Gewalt zu institutionalisieren und befindet sich dafür auch im Austausch mit nationalen Stakeholdern, der Politik sowie internationalen Turnverbänden.
Der Impuls von Athleten Deutschland und die Forderung des DTB, eine solche Einrichtung sportartübergreifend auf Bundesebene zu installieren, ist mittlerweile im Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung verankert. Das Bundesministerium des Innern und für Heimat hatte im vergangenen Jahr zudem eine Machbarkeitsstudie bei Herrn Prof. Martin Nolte in Auftrag gegeben, diese wurde Mitte Januar veröffentlicht. Der DTB begrüßt, dass auch die Machbarkeitsstudie zum Schluss kommt, dass es unabdingbar sei, ein unabhängiges Zentrum für Safe Sport für Leistungs- und Breitensport auf den vorhandenen Strukturen des organisierten Sports aufzubauen. Wichtig dabei ist zudem, dass alle Formen der Gewalt in den Fokus genommen werden und die Berechnung der Kosten und Finanzierung des Zentrums für Safe Sport valide sind. Hier gibt es aus Sicht des DTB noch wesentlichen Nachbesserungsbedarf. Bei der Konferenz der Spitzenverbände des DOSB wurde im vergangenen Jahr beschlossen, zu Fragestellungen der Etablierung eines Zentrums für Safe Sport einen Stakeholderprozess aufzusetzen, der nun von der neuen DOSB-Führung unmittelbar angegangen wird.

Der DTB setzt sich gemeinsam mit anderen Nationen auf internationaler Ebene dafür ein, das Startalter für Wettkämpfe von derzeit 16 auf 18 Jahre zu erhöhen. Gleichzeitig tritt der DTB dafür ein, die Wertungsvorschriften (Code de Pointage) des Weltverbandes FIG im Nachwuchsleistungssport den biologischen Entwicklungen von Kindern und Jugendlichen sowie das Startalter für internationale Meisterschaften im Juniorinnenbereich anzupassen.
In der „AG Wettkampfprogramm“ wurden entsprechend für alle olympischen Sportarten des DTB bis Ende 2021 neue Grundsätze für das Wettkampfprogramm im Nachwuchsbereich erarbeitet. Für das Jahr 2022 wurden bereits neue sportartspezifische Pflichtübungen im Gerätturnen männlich und weiblich erarbeitet und veröffentlicht. Flyer Grundsätze Wettkampfprogramm Nachwuchs [PDF]

Die Entwicklungen im Kinder- und Jugendbereich zeigten, dass durch große räumliche Entfernungen zum Elternhaus das Kindeswohl nicht immer vollumfänglich gewährleistet werden kann.
Die Fortschreibung des Stützpunktkonzeptes insbesondere unter Berücksichtigung des Nachwuchsbereiches hat im olympischen Zyklus höchste Priorität. Ziel ist, den Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen im Nachwuchsleistungssport spezieller gerecht zu werden und ihnen die Möglichkeit zu bieten, näher an ihrem Zuhause und damit näher an Familie und Freunden zu trainieren. Der DTB wird dieses Thema auch in den Diskussionen mit dem DOSB und dem Bund weiter vertiefen und seine Forderungen einbringen. Den Besonderheiten des Turnsports und des jungen Trainingsalters der Athlet*innen muss seitens der Politik und des DOSB endlich Rechnung getragen werden.

Der DTB setzt sich dafür ein, dass Athlet*innen eine angemessene Zeit zur Genesung und für notwendige Auszeiten ermöglicht wird, ohne die Förderung und einen Kaderstatus zu verlieren.
Diese notwenige Maßnahme, um eine zu frühe, gesundheitsschädliche Wiederaufnahme des Trainings sowie daraus resultierende, vorzeitige Karriereabbrüche zu vermeiden, wird im Rahmen der Kadernominierung behandelt. Hier wurden die Perspektiven der Athlet*innen der olympischen Sportarten des DTB für das Jahr 2022 individuell diskutiert und bewertet. Dabei haben auch verletzte Athlet*innen trotz verpasster Kadernormen bei vorliegender Perspektive weiterhin einen Kaderstatus erhalten können. Auf Vorschlag der verantwortlichen Bundestrainer*innen berät und entscheidet über die Kadernominierung der Lenkungsstab der jeweiligen Sportart, dem u.a. auch die Aktivensprecher*innen angehören.

Wie geht es weiter im Kultur- und Strukturwandel?
Das 2. Forum „Leistung mit Respekt“ am 2. April 2022 soll dazu genutzt werden, um gemeinsam mit allen Interessierten den Prozess und die Ergebnisse aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten und den dort gewonnenen Input in den weiteren Verlauf des Kultur- und Strukturwandels mitzunehmen. Anschließend werden die jeweiligen Arbeitsgruppen in die letzte Arbeitsphase eintreten und im November 2022 wird im Rahmen des DTB-Hauptausschusses der "Endstand" von Leistung mit Respekt festgehalten und Resümee gezogen werden.
Die Abschlussphase soll darüber hinaus das Fundament für eine langfristige Säule zur Verstetigung des Kulturwandels bilden. Denn ein Kulturwandel lässt sich nicht binnen eineinhalb Jahren herbeiführen – aber ein Anfang ist gemacht und dieser Prozess wird auch nach Ende 2022 fortgesetzt!

November 2021

Mit den DTB - Leistung mit Respekt News im November wollen wir Ihnen die Prozesse und den aktuellen Stand der einzelnen Arbeitsgruppen vorstellen.

AG Befragung

Nach der Konzeption der Fragebögen "Befragung von Trainer*innen, Funktionär*innen, Athlet*innen und Eltern" konnte die Arbeitsgruppe "Befragung" die Datenerhebung im September durchführen. Die Befragung wurde im Oktober beendet und die Auswertung der Daten läuft. Die Ergebnisse werden beim 2. Forum "Leistung mit Respekt" präsentiert und vorab mit dem Beirat und der Steuerungsgruppe sowie dem Präsidium diskutiert.

AG Bundesstützpunkte

Die Arbeitsgruppe "Bundesstützpunkte" hat in einer ersten Sitzung Anfang September vier zu erarbeitende Themenblöcke aufgestellt:

  • Athleten-/ Erziehungsberechtigtenmanagement
  • Personal
  • Internat/ Schule
  •  OSP, LSB, DTB, LTV

Die Themenblöcke werden jeweils in einzelnen Sitzungen bearbeitet. Ende Oktober fand ein digitales Treffen, gemeinsam mit dem Kernteam sowie Expertinnen und Experten, zum ersten Thema "Athleten- /Erziehungsberechtigtenmanagement" statt.  Hieraus ergaben sich fünf Arbeitspakete, die nun interdisziplinär bearbeitet werden. Ein Treffen zum zweiten Themenblock findet im Dezember statt.

AG Optimierung der Gewaltpräventionsstruktur

Die Arbeitsgruppe "Optimierung der Gewaltpräventionsstruktur" hat sich nach einer ersten gemeinsamen Sitzung in zwei Kleingruppen aufgeteilt, um die Themen Präventionsstrukturen und Interventionsstrukturen fokussiert zu betrachten und weiterzuentwickeln. Im nächsten Schritt werden schon vorhandene Konzepte gesichtet, überarbeitet oder neu erarbeitet. Des Weiteren findet eine Neustrukturierung des Runden Tisches statt.

AG Regionale Struktur- und Netzwerkbildung

Die Arbeitsgruppe "Regionale Struktur- und Netzwerkbildung" konzipierte im August eine Erhebung zur Struktur- und Netzwerkbildung auf Ebene der LTV. Die Erhebung startete Ende September. Im nächsten Schritt werden die Daten ausgewertet und ein Entwurf für ein Good-Practice Modell erstellt.

AG Wettkampfprogramm

In der Arbeitsgruppe "Wettkampfprogramm" wurden, gemeinsam mit den vier olympischen Sportarten, Grundsätze erarbeitet, welche als Grundlage der Verbesserung und Weiterentwicklung der bestehenden Wettkampfprogramme dienen sollen. Die einzelnen Sportarten aktualisieren und überarbeiten ihr Wettkampfprogramm auf Basis der festgelegten Grundsätze. Übergeordnetes Ziel ist es ein breit gefächertes Wettkampfangebot zu stellen, um eine breite Basis zu akquirieren. Das Wettkampfformat, die Bewertung und die Programme sollen hinsichtlich der Grundsätze angepasst werden. Ein kindgerechtes/ altersgerechtes Angebot und Freude am sich messen zu vermitteln sind Beispiele für ein angepasstes Wettkampfformat.

AG Trainer*in Leitbild

Im Rahmen der Arbeitsgruppe "Trainer*in Leitbild" wird das durch den DOSB geförderte Projekt "Trainer*in Leitbild- Selbstbild und Handlungssicherheit stärken" durchgeführt. Gemeinsam mit motivierten Trainer*innen soll in Workshops ein Wertekompass sowie ein Leitbild Trainer*in erstellt werden. Die Handlungsleitende Maxime von Leistung mit Respekt dient hierbei als Basis.

AG Lizenzentzug

Die Arbeitsgruppe "Lizenzentzug" entwickelte eine Vorlage, die rechtliche und organisatorische Voraussetzungen für den Entzug der vom DTB vergebenen Lizenzen schafft. Dieser wurde im Verbandsrat und im a.o. Hauptausschuss am 13.11.2021 diskutiert. Der Antrag auf Änderung der Satzung liegt dem Turntag vor und soll am Samstag, den 20.11.2021 von diesem verabschiedet werden.

August 2021

Eine Übersicht der Arbeitsgruppen

Insgesamt hat der Beirat des Kultur- und Strukturwandels Leistung mit Respekt bislang drei Mal getagt, die Steuerungsgruppe hat sich zu fünf Arbeitssitzungen digital getroffen. Es wurden bisher sieben Arbeitsgruppen gebildet, die zeitversetzt ihre Arbeit beginnen. Die Arbeitsgruppen werden fachübergreifend, multidisziplinär und multiperspektivisch mit verschiedenen Expert*innen – insbesondere aus dem Leistungssport – besetzt.


Eine Übersicht der Arbeitsgruppen | Bildquelle: DTB

Gesamtbild leistungsorientiertes Turnen

Die Arbeitsgruppe „Befragung“ dient der Erlangung von quantitativem Datenmaterial. Ziel ist es, möglichst viele Sichtweisen und Erfahrungswerte aus dem leistungsorientierten Turnen in den Prozess „Leistung mit Respekt“ einzubeziehen. Er werden alle olympischen und World Games Sportarten einbezogen. (Ehemalige) Athlet*innen, Trainer*innen, Funktionär*innen sowie Eltern werden zu den Themen Wohlbefinden, Belastung, Erfahrung und Erwartung befragt. Die Befragung startet Ende August 2021.

Neue Rahmenbedingungen schaffen

In der Arbeitsgruppe „Bundesstützpunkte“ sollen Rahmenbedingungen ausgemacht werden, die notwendig sind, um die handlungsleitende Maxime des DTB „Der gesamte Trainingsprozess und die Rahmenbedingungen sind auf das Ziel, international konkurrenzfähig und erfolgreich zu sein, unter Berücksichtigung, dass vom Beginn bis zum Ende der aktiven Karriere das Kindeswohl, die Persönlichkeitsrechte und eine gesunde Persönlichkeitsentwicklung der Athlet*innen jederzeit gewährleistet sind.“ an einem Bundesstützpunkt (BSP) zu sichern und die Strukturen weiterzuentwickeln. Dafür werden Prozesse zur Zusammenarbeit mit allen Partnern der BSP sowie die Erwartungen an die Partner der BSP definiert.

Gewaltprävention und Intervention

Mit der Implementierung der beiden Säulen Gewaltprävention und Intervention in der Bundesgeschäftsstelle des DTB beschäftigt sich die Arbeitsgruppe „Optimierung der Gewaltpräventionsstruktur“. Ziel ist u.a. die Überarbeitung des Interventionsleitfadens und die Berufung eines Expert*innen Beirates für Intervention sowie eine Neustrukturierung des „Runden Tisches“.
Eine Befragung der Landesturnverbände hinsichtlich ihrer bestehenden Präventions- und Interventionsstruktur dient der Bestandsaufnahme für die Arbeitsgruppe „Regionale Struktur- und Netzwerkbildung“. Daran anknüpfend soll ein Good-Practice Modell für den Aufbau regionaler Anlaufstellen erstellt und eine Wissensplattform mit Maßnahmen der LTV und der BSP aufgebaut werden.

Breite Basis, starke Spitze

Die Arbeitsgruppe „Wettkampfprogramm“ diskutiert das aktuelle Wettkampfprogramm im Hinblick auf den Kultur- und Strukturprozess. Es soll weiterhin international konkurrenzfähig sein, sowie das Kindeswohl, die Persönlichkeitsrechte und die Persönlichkeitsentwicklung berücksichtigen. Ein weiteres Ziel soll sein, eine breitere Basis an Kindern und Jugendlichen zu gewinnen und daraus eine starke Spitze zu entwickeln. Zu überlegen ist, ob die aktuellen Altersklassensysteme, die sich ausschließlich an dem kalendarischen Alter orientieren, nicht durch zeitgemäße Systeme, die auch das biologische, psychologische oder soziale Alter berücksichtigen, bzw. wenigstens auf die relativen Alterseffekte eingehen, ersetzt werden sollten.

Handlungssicherheit stärken

Einen Wertekompass zu entwickeln und die Erarbeitung eines Leitbildes ist Aufgabe der Arbeitsgruppe „Trainer*in Leitbild“. Um ein partizipatives Erarbeiten des Leitbildes mit den Trainer*innen zu ermöglichen wurde ein Projektantrag im Rahmen von „TrainerIn Sportdeutschland“ des DOSB unter dem Titel „Trainer*in Leitbild- Selbstbild und Handlungssicherheit stärken“ eingereicht.

Die Arbeitsgruppe „Lizenzentzug“ schafft rechtliche und organisatorische Voraussetzungen für den Entzug der vom DTB vergebenen Lizenzen. Es soll ein rechtssicheres und gleichzeitig praktikables Verfahren, in Abstimmung mit dem DOSB, entwickelt werden – solange dieses nicht übergreifend durch den DOSB geregelt wird.

Zum Schluss, im Rahmen der Entwicklungen im Kultur- und Strukturwandel des DTB, möchte ich, Eva Reinschmidt, mich als neue Projektkoordinatorin des Projekts „Leistung mit Respekt“ vorstellen. Ich habe ein pädagogisches und sportwissenschaftliches Studium und begeistere mich für das Turnen als Sportlerin und als Trainerin.

Auf den Austausch mit Ihnen freue ich mich sehr.

Eva Reinschmidt

Projektmitarbeiterin Prävention und Intervention von Gewalt im Sport / Leistung mit Respekt

Tel.: 069 67801-201

E-Mail: eva.reinschmidt(at)dtb.de